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Ver­an­stal­tungs­rei­he in Oster­ode erin­nert an Holo­caust und mahnt zur Wach­sam­keit

Nach der erfolg­rei­chen Pre­mie­re im Jahr 2025 fin­den die Oster­oder Gedenk­ta­ge vom 22. bis 30. Janu­ar 2026 zum zwei­ten Mal statt. Ver­an­stal­tet wird die Rei­he von der Stadt Oster­ode am Harz, der Initia­ti­ve Omas gegen Rechts, der Hanns-Lil­je-Stif­tung sowie dem Kir­chen­kreis Har­zer Land. Das Mot­to lau­tet erneut: „Men­schen­rech­te und Demo­kra­tie schüt­zen“. Die Ver­an­stal­tungs­wo­che ist eng mit dem Inter­na­tio­na­len Tag des Geden­kens an die Opfer des Holo­caust am 27. Janu­ar ver­knüpft und setzt ein kla­res Zei­chen gegen Extre­mis­mus und für eine leben­di­ge Erin­ne­rungs­kul­tur.

Auf­takt mit Lite­ra­tur und Musik

Eröff­net wer­den die Gedenk­ta­ge am Don­ners­tag, 22. Janu­ar, mit einer öffent­li­chen Ver­an­stal­tung an der BBS II in der Lee­ge. Von 13:30 bis 15:00 Uhr steht eine lite­ra­risch-musi­ka­li­sche Aus­ein­an­der­set­zung unter dem Titel „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar“ auf dem Pro­gramm. Die Lesung wird musi­ka­lisch von Car­men Barann an der Gei­ge beglei­tet und mün­det in ein Gespräch mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern.

Musik und Geden­ken

Am Frei­tag, 23. Janu­ar, folgt um 19:00 Uhr das Gedenk­kon­zert „Geret­te­te Musik“ des Klez­mer-Pro­jekt-Orches­ters aus Göt­tin­gen im Forum der BBS I/Volkshochschule. Zwei Tage spä­ter, am Sonn­tag, 25. Janu­ar, gestal­ten Pas­tor Johann-Hin­rich Wit­zel und sein Team um 16:00 Uhr einen Gedenk- und Mut­mach­got­tes­dienst in der St. Aegi­di­en-Markt­kir­che.

Schu­li­sche Erin­ne­rungs­ar­beit

Am Mon­tag, 26. Janu­ar, wird die schu­li­sche Aus­ein­an­der­set­zung fort­ge­führt. Das Til­man-Rie­men­schnei­der-Gym­na­si­um lädt gemein­sam mit dem Evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis zu einer Lesung im Musik­saal ein. Im Mit­tel­punkt steht das Werk der Dich­te­rin Sel­ma Mer­baum, deren Stim­me durch den Natio­nal­so­zia­lis­mus zum Schwei­gen gebracht wur­de. Car­men Barann und Mar­tin Tschoe­pe sor­gen für die musi­ka­li­sche Beglei­tung.

Zen­tra­le Kund­ge­bung zum Holo­caust-Gedenk­tag

Ein Höhe­punkt der Ver­an­stal­tungs­rei­he ist die zen­tra­le Kund­ge­bung am 27. Janu­ar, dem Inter­na­tio­na­len Holo­caust-Gedenk­tag. Um 18:00 Uhr wird auf dem Korn­markt der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus gedacht. Glo­cken­läu­ten und eine Demons­tra­ti­on sol­len zugleich ein star­kes Zei­chen für Demo­kra­tie, Men­schen­rech­te und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt set­zen.

His­to­ri­scher Vor­trag zum Abschluss

Den Schluss­punkt setzt ein Vor­trag am Frei­tag, 30. Janu­ar, um 19:00 Uhr in der Stadt­bi­blio­thek Oster­ode. Dr. Wede­kind von den Harz-Weser-Wer­ken wid­met sich dem Schick­sal von Erich Pauli­cke, einem NS-Eutha­na­sie-Opfer aus Oster­ode. Damit wird ein oft­mals ver­dräng­tes Kapi­tel der NS-Ver­bre­chen beleuch­tet.

Ver­ant­wor­tung für die Gegen­wart

Die Ver­an­stal­te­rin­nen und Ver­an­stal­ter beto­nen, dass die Gedenk­ta­ge nicht nur der Erin­ne­rung die­nen, son­dern auch zur akti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen auf­ru­fen. Sie ver­ste­hen sich als Appell, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, Hal­tung zu zei­gen und demo­kra­ti­sche Wer­te zu ver­tei­di­gen.

Foto: Stadt Oster­ode am Harz

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