Goslar (red.) Nachdem die Gesamtfinanzierung für das Projekt „KliK – Kleine im Kommen“ für das Jahr 2025 gesichert ist, wird auch der Landkreis Goslar das Projekt weiterhin mit einer Förderung von bis zu 13.000 Euro unterstützen. Diese einstimmige Empfehlung sprach der Jugendhilfeausschuss am Donnerstag aus, als das Gremium erstmals unter dem Vorsitz von Lisa Lüke tagte.
Ebenfalls einstimmig fiel die Empfehlung aus, ab dem Haushaltsjahr 2026 jährlich 50.000 Euro für Fachberatungen und Qualifizierungen zur Sprachförderung in Kindertagesstätten einzuplanen. Zusätzlich zu diesen Mitteln, die für die Dauer von sechs Jahren zur Verfügung gestellt werden sollen, werden jeweils weitere 40.000 Euro aus der Mittelverteilung der „Besonderen Finanzhilfe“ des Landes Niedersachsen festgeschrieben, erläuterte Annamaria Staicu, Leiterin des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Landkreises Goslar, in der Sitzung.
Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte beispielsweise durch Fortbildungen und individuelle Beratungen zu unterstützen. So soll möglichen Defiziten in der Sprachentwicklung der Kinder frühzeitig entgegengewirkt werden – ein Ansatz, der sich laut Staicu bislang bewährt hat. Der bisherige Dienstleister für die Fachberatung und Qualifizierung im Bereich Sprache steht allerdings ab dem 1. August 2025 nicht mehr zur Verfügung.
Mit den insgesamt 90.000 Euro könne der Auftrag für einen externen Träger neu ausgeschrieben und das Angebot in den Kindertagesstätten dauerhaft gesichert werden.
Das Projekt „KliK“ wiederum ist ein Beratungs- und Unterstützungsangebot der „Diakonischen Dienste beraten & begleiten Goslar gGmbH“ zur allgemeinen Förderung der Erziehung in Familien. Es wird in Kooperation mit verschiedenen freien Trägern der Jugendhilfe umgesetzt. Der Landkreis Goslar unterstützt das Projekt bereits seit Jahren finanziell, sodass entsprechende Mittel auch im Haushaltsjahr 2025 sowie in den Folgejahren zur Verfügung stehen.
Für das laufende Jahr war die Gesamtfinanzierung jedoch zunächst unsicher, da gestiegene Personalkosten und der Wegfall projektbezogener Einnahmen berücksichtigt werden mussten. Eine Anpassung des Konzeptes sowie des Finanzierungsplans soll nun die Fortführung des bereits seit 18 Jahren bestehenden Projekts ermöglichen. Daher soll es künftig nur noch von einer statt bislang zwei Mitarbeiterinnen durchgeführt werden, um die Personalkosten zu senken – so der Vorschlag des Projektträgers.
Die Empfehlung des Jugendhilfeausschusses ebnet nun den Weg, trotz geänderter Rahmenbedingungen weiterhin Mittel bereitzustellen – vorbehaltlich einer gesicherten Gesamtfinanzierung.
Die endgültige Entscheidung über die Empfehlungen des Jugendhilfeausschusses wird der Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 31. März fällen.
Foto: pixabay