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Turm­glo­cken­spiel erklingt im Kon­zert

Hah­nen­klee (red). An der Stab­kir­che in Hah­nen­klee ist am Don­ners­tag, den 29. August um 19:30 Uhr das letz­te der belieb­ten Caril­lon­kon­zer­te in die­sem Jahr zu hören. Ein­zig­ar­tig im gesam­ten Harz­raum, besitzt die Stab­kir­che ein gro­ßes Turm­glo­cken­spiel mit 49 Bron­ze­glo­cken. In den Som­mer­mo­na­ten ist es in Glo­cken­spiel­kon­zer­ten zu hören, zu denen die Stab­kir­che auch inter­na­tio­nal bekann­te Caril­lo­neu­re ein­lädt. Im Kon­zert am 29. August wird Iry­na Riab­chun aus Kyiv/Ukraine dann die Tas­ten des soge­nann­ten Stock­kla­viers schla­gen.

Iry­na Riab­chun ist Dok­to­rin der Geschich­te der Kunst­wis­sen­schaf­ten, außer­or­dent­li­che Pro­fes­so­rin an der Borys Grin­chen­ko Kyiv Metro­po­li­tan Uni­ver­si­ty of Arts und Absol­ven­tin der Natio­na­len Musik­aka­de­mie der Ukrai­ne. In den Jah­ren 2013–2014 stu­dier­te sie Glo­cken­spiel, Cem­ba­lo und Kir­chen­or­gel an der Uni­ver­si­tät Sankt Peters­burg. Ab 2014 stu­dier­te Iry­na an der Roy­al Jef Denyn Caril­lon School in den Klas­sen von Eddy Mari­en (Caril­lon), Koen Cosa­ert (Cam­pa­no­lo­gie, Arran­ge­ments) und Tom van Peer (Impro­vi­sa­ti­on). In den Jah­ren 2018–2020 absol­vier­te sie den Spe­zia­li­sie­rungs­kurs an der genann­ten Schu­le.

Als Pia­nis­tin gab Iry­na Riab­chun Kon­zer­te in Bel­gi­en, Grie­chen­land, der Ukrai­ne, Indi­en, Indo­ne­si­en, Polen und Frank­reich. Iry­na Riab­chun hat sechs Solo­kla­vier­pro­gram­me mit Wer­ken ukrai­ni­scher Kom­po­nis­ten in Paris auf­ge­führt und ist stän­di­ges Mit­glied der Jury des Pari­ser Pia­nis­ten­wett­be­werbs „Reso­nan­ces“ (2013–2020).

Von 1991 bis 1997 leb­te sie in Grie­chen­land und von 1999 bis 2003 in Indi­en und Indo­ne­si­en. In die­ser Zeit war Iri­na als Pia­nis­tin und Musik­wis­sen­schaft­le­rin tätig, mach­te Auf­nah­men für das grie­chi­sche Staats­ra­dio (ERT), trat in Fern­seh­sen­dun­gen auf, spiel­te mehr als 60 Solo­kon­zer­te am Kla­vier und berei­te­te ihre Dok­tor­ar­beit vor.

Iri­na Riab­chun ist heu­te eine füh­ren­de For­sche­rin für grie­chi­sche Musik in der Ukrai­ne.

Iri­na ist die ers­te und bis­her ein­zi­ge Glo­cken­spie­le­rin in der Ukrai­ne, die die Jef Denyn Bel­gi­an Roy­al Caril­lon School (2018) absol­viert hat. Das The­ma ihrer Diplom­ar­beit war „Glo­cken in der ukrai­ni­schen Geschich­te und Kul­tur“. Sie ist eine akti­ve För­de­rin der Caril­lon-Kunst in der Ukrai­ne und ande­ren Län­dern. Dank ihrer Akti­vi­tä­ten wur­de ab 2016 der Glo­cken­spiel­un­ter­richt in den Musik­mit­tel­schu­len der Regi­on Iwa­no-Fran­kiwsk und ab 2023 auf der Bil­dungs- und Qua­li­fi­ka­ti­ons­stu­fe Bache­lor des Bil­dungs­mi­nis­te­ri­ums „KAM“ — jetzt an der Boris Grin­chen­ko Kyiv Metro­po­li­tan Uni­ver­si­ty — ein­ge­führt.

Iry­na Riab­chun spiel­te Solo-Caril­lon-Kon­zer­te in Bel­gi­en, Deutsch­land, Litau­en, den Nie­der­lan­den, Polen, der Schweiz, Luxem­burg und in der Ukrai­ne. Sie ist eines der Grün­dungs­mit­glie­der des Inter­na­tio­na­len ukrai­ni­schen Glo­cken­spiel­fes­ti­vals Hoshiv.

Als Solis­tin trat sie mit dem Orches­ter des ukrai­ni­schen Staats­prä­si­den­ten, dem Orches­ter des Iwa­no-Fran­kiw­s­ker Opern­thea­ters und dem Ukrai­ni­schen Klas­sik-Pre­mier-Orches­ter auf.  Iry­na hat ein­zig­ar­ti­ge Pro­gram­me mit eige­nen Kom­po­si­tio­nen und Arran­ge­ments für das Glo­cken­spiel, dar­un­ter die Kon­zert­pro­gram­me „Bra­ve to Be Ukrai­ne“ und „Ukrai­ni­an Music DNA“. In den ers­ten Tagen der groß ange­leg­ten Inva­si­on orga­ni­sier­te sie einen welt­wei­ten Flash­mob mit ukrai­ni­scher Musik in ihren eige­nen Glo­cken­spiel-Arran­ge­ments.

In dem Kon­zert in Hah­nen­klee wird sie Ihr Pro­gramm „Ukrai­ni­an Music DNA“ spie­len, in dem Bear­bei­tun­gen von klas­si­scher ukrai­ni­scher Musik, ukrai­ni­scher Volks­mu­sik und eige­ne Kom­po­si­tio­nen erklin­gen wer­den.

Das Kon­zert wird als Open-Air-Kon­zert ver­an­stal­tet. Eine begrenz­te Anzahl von Stüh­len steht bereit, es dür­fen aber auch Pick­nick­de­cken oder Cam­ping­stüh­le mit­ge­bracht wer­den. Das Spiel von Iri­na Riab­chun wird auch auf einem Video­mo­ni­tor zu sehen sein und es gibt einen Wein­aus­schank. Der Ein­tritt zu der Ver­an­stal­tung ist frei, es wird um eine Spen­de gebe­ten.

Foto: Ev.-luth. Stab­kir­che Hah­nen­klee

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