Nach mehr als einem Jahr Unterbrechung ist das Westportal der Johanniskirche in Magdeburg wieder geöffnet. Damit steht der Zugang zum Südturm und seiner Aussichtsplattform erneut für Besucherinnen und Besucher zur Verfügung.
Der Aufstieg führt über 277 Stufen auf eine Höhe von rund 52 Metern. Von dort bietet sich ein weiter Blick über die Landeshauptstadt und das Umland. Die Aussichtsplattform kann täglich außer montags zwischen 10 und 17 Uhr besucht werden, der letzte Aufstieg ist um 16 Uhr möglich.
Zugang unabhängig von Veranstaltungen
Die Johanniskirche wird heute als Veranstaltungszentrum genutzt und ist regelmäßig Schauplatz für Konzerte, Empfänge oder Galas. Durch die Wiederöffnung des Westportals bleibt ein Teil des Gebäudes unabhängig vom laufenden Veranstaltungsbetrieb zugänglich. Besucher können über Fenster zudem einen Blick in das Kirchenschiff werfen.
An veranstaltungsfreien Tagen ist auch das Innere der Kirche geöffnet. Dort lassen sich unter anderem die Fenster des Künstlers Max Uhlig sowie Informationen zur Geschichte des Bauwerks entdecken.
Gedenken und Kulturdenkmal
Nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im Dezember 2024 war am Westportal der Johanniskirche ein zentraler Gedenkort eingerichtet worden. Inzwischen wurde an der Hartstraße ein neuer Gedenkstein eingeweiht und die Erinnerungsstücke dorthin verlegt. Damit kann das historische Gebäude wieder stärker für Besichtigungen genutzt werden.
Die Johanniskirche gilt als älteste Kaufmannskirche Deutschlands. Während der Reformation predigte hier auch Martin Luther. Heute verbindet das Gebäude seine Funktion als Kulturdenkmal mit Veranstaltungen und touristischen Angeboten.
Der Eintritt kostet regulär drei Euro, ermäßigt zwei Euro. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.





























