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Töd­li­cher Bade­un­fall im Are­nd­see: 63-Jäh­ri­ge aus 18 Metern Tie­fe gebor­gen – Poli­zei ver­mu­tet medi­zi­ni­schen Not­fall

Eine 63-jährige Frau kam beim Schwimmen ums Leben, nachdem sie plötzlich unter der Wasseroberfläche verschwand. Taucher der Wasserwacht bargen die Frau aus einer Tiefe von 18 Metern.
Eine 63-jährige Frau kam beim Schwimmen ums Leben, nachdem sie plötzlich unter der Wasseroberfläche verschwand. Taucher der Wasserwacht bargen die Frau aus einer Tiefe von 18 Metern.

Ein tra­gi­scher Bade­un­fall hat sich am Wochen­en­de im Are­nd­see im Alt­mark­kreis Salz­we­del in Sach­sen-Anhalt ereig­net. Eine 63-jäh­ri­ge Frau kam beim Schwim­men ums Leben, nach­dem sie plötz­lich unter der Was­ser­ober­flä­che ver­schwand.

Ret­tungs­kräf­te lei­te­ten umge­hend eine groß ange­leg­te Such­ak­ti­on ein. Spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Ret­tungs­tau­cher fan­den die Ver­miss­te schließ­lich in einer Tie­fe von rund 18 Metern. Trotz sofort ein­ge­lei­te­ter Wie­der­be­le­bungs­maß­nah­men konn­te ihr Leben nicht mehr geret­tet wer­den.

Nach ers­ten Erkennt­nis­sen der Poli­zei könn­te ein medi­zi­ni­scher Not­fall zu dem töd­li­chen Unglück geführt haben. Hin­wei­se auf ein Fremd­ver­schul­den lie­gen nach aktu­el­lem Stand der Ermitt­lun­gen nicht vor. Die genaue Todes­ur­sa­che soll nun durch wei­te­re Unter­su­chun­gen geklärt wer­den.

Zeu­gin alar­mier­te Ret­tungs­kräf­te

Nach Anga­ben der Ermitt­ler geriet die Frau am Sams­tag­nach­mit­tag wäh­rend des Badens plötz­lich in Schwie­rig­kei­ten. Eine auf­merk­sa­me Zeu­gin bemerk­te die Not­la­ge und ver­such­te noch, mit einem Stand-up-Padd­le zu der Schwim­me­rin zu gelan­gen. Bevor sie jedoch hel­fen konn­te, ver­schwand die 63-Jäh­ri­ge unter der Was­ser­ober­flä­che. Als Unfall­ur­sa­che wird ein medi­zi­ni­sches Pro­blem ver­mu­tet.

Dar­auf­hin rück­ten Feu­er­wehr, Was­ser­ret­tung und Ret­tungs­tau­cher zu einem umfang­rei­chen Ein­satz aus. Die Suche wur­de von einem Ret­tungs­hub­schrau­ber aus Per­le­berg unter­stützt und kon­zen­trier­te sich auf den Bereich, in dem die Frau zuletzt gese­hen wor­den war.

Schließ­lich ent­deck­ten Tau­cher der Was­ser­wacht die Ver­miss­te in etwa 18 Metern Tie­fe. Alle Reani­ma­ti­ons­ver­su­che ver­lie­fen jedoch erfolg­los. Dann die trau­ri­ge Gewiss­heit: Die Frau konn­te nur noch tot gebor­gen wer­den. Dies berich­tet u.a. mdr.de.

Bade­un­fäl­le in Sach­sen-Anhalt und im Harz neh­men in den Som­mer­mo­na­ten zu

Mit stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren zieht es jedes Jahr zahl­rei­che Men­schen an Seen, Tal­sper­ren und Natur­ge­wäs­ser in Sach­sen-Anhalt. Gleich­zei­tig steigt in den Som­mer­mo­na­ten die Zahl der Bade­un­fäl­le deut­lich an. Beson­ders im Harz, der mit sei­nen Tal­sper­ren, Berg­seen und Bade­stel­len ein belieb­tes Aus­flugs­ziel ist, müs­sen Ret­tungs­kräf­te regel­mä­ßig zu Not­fäl­len aus­rü­cken.

Gewäs­ser wie die Rapp­bo­de­tal­sper­re, der Oster­teich oder der Jues­see gel­ten zwar als attrak­ti­ve Frei­zeit­zie­le, ber­gen aber auch Risi­ken. Vie­le Natur­ge­wäs­ser ver­fü­gen über steil abfal­len­de Ufer, gro­ße Tie­fen und sehr kal­tes Was­ser. Bereits weni­ge Meter unter der Ober­flä­che kön­nen die Tem­pe­ra­tu­ren deut­lich unter zehn Grad Cel­si­us lie­gen.

Der plötz­li­che Tem­pe­ra­tur­un­ter­schied kann Kreis­lauf­pro­ble­me ver­ur­sa­chen und selbst erfah­re­ne Schwim­mer in eine lebens­ge­fähr­li­che Situa­ti­on brin­gen.

Zusätz­lich erschwe­ren Strö­mun­gen, schlech­te Sicht unter Was­ser und wech­seln­de Wet­ter­be­din­gun­gen die Ori­en­tie­rung. Beson­ders älte­re Men­schen oder Per­so­nen mit Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen soll­ten des­halb ihre kör­per­li­che Belast­bar­keit rea­lis­tisch ein­schät­zen und Warn­si­gna­le des Kör­pers ernst neh­men.

So kön­nen Bade­un­fäl­le ver­mie­den wer­den

Exper­ten der Was­ser­ret­tung emp­feh­len, aus­schließ­lich an frei­ge­ge­be­nen Bade­stel­len zu schwim­men und nie­mals über­hitzt ins kal­te Was­ser zu sprin­gen. Auch der Kon­sum von Alko­hol erhöht das Risi­ko erheb­lich, da Reak­ti­ons­ver­mö­gen und Kreis­lauf beein­träch­tigt wer­den. Wer in Natur­ge­wäs­sern badet, soll­te mög­lichst nicht allein schwim­men und sei­ne Kräf­te nicht über­schät­zen.

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit gilt Kin­dern, die am Was­ser nie­mals unbe­auf­sich­tigt sein soll­ten. Eben­so wich­tig ist es, Warn­schil­der, Bojen und Bade­ver­bo­te zu beach­ten. Selbst geüb­te Schwim­mer unter­schät­zen häu­fig die Aus­wir­kun­gen von Wind, Wel­len oder kal­tem Was­ser auf ihre Aus­dau­er. Wer ers­te Anzei­chen von Erschöp­fung bemerkt, soll­te das Was­ser sofort ver­las­sen.

Rich­ti­ges Ver­hal­ten bei einem Bade­un­fall kann Leben ret­ten

Kommt es den­noch zu einem Bade­un­fall, zählt jede Minu­te. Beob­ach­ten Bade­gäs­te eine Per­son in Not, soll­te umge­hend der Not­ruf 112 ver­stän­digt wer­den. Eige­ne Ret­tungs­ver­su­che soll­ten nur erfol­gen, wenn dadurch kei­ne Gefahr für die eige­ne Sicher­heit ent­steht. Häu­fig ist es sinn­vol­ler, der betrof­fe­nen Per­son einen Ret­tungs­ring, eine Schwimm­hil­fe oder einen lan­gen Gegen­stand zum Fest­hal­ten zu rei­chen, bis pro­fes­sio­nel­le Hil­fe ein­trifft.

Wird eine bewusst­lo­se Per­son aus dem Was­ser geret­tet und zeigt kei­ne nor­ma­le Atmung, soll­te sofort mit Wie­der­be­le­bungs­maß­nah­men begon­nen wer­den. Schnel­les Han­deln kann die Über­le­bens­chan­cen ent­schei­dend erhö­hen, bis der Ret­tungs­dienst die Ver­sor­gung über­nimmt.

Tra­gi­scher Vor­fall mahnt zu beson­de­rer Vor­sicht

Der töd­li­che Bade­un­fall im Are­nd­see macht erneut deut­lich, wie schnell ein ent­spann­ter Bade­tag zur Tra­gö­die wer­den kann. Exper­ten appel­lie­ren des­halb an alle Bade­gäs­te, die Gefah­ren natür­li­cher Gewäs­ser nicht zu unter­schät­zen und grund­le­gen­de Sicher­heits­re­geln kon­se­quent ein­zu­hal­ten. Umsich­ti­ges Ver­hal­ten, eine rea­lis­ti­sche Selbst­ein­schät­zung und schnel­les Han­deln im Ernst­fall kön­nen ent­schei­dend dazu bei­tra­gen, schwe­re Bade­un­fäl­le zu ver­hin­dern.

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