Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Osterode am Harz haben den Aufbau von Feldkabelverbindungen und den Betrieb mobiler Kommunikation geübt. Ziel der Ausbildung war es, den Einsatz der Technik unter realistischen Bedingungen zu trainieren und sich auf eine größere Kabelbauübung vorzubereiten.
Die Helferinnen und Helfer verlegten dabei am 7. März 2026 im Stadtgebiet von Osterode mehrere Fernmeldekabel und bauten damit eine funktionierende Kommunikationsverbindung auf. Solche Systeme kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn herkömmliche Infrastruktur ausfällt oder nicht vorhanden ist.
Mit einfachen Mitteln wie Monozellen, Feldtelefonen und Fernmeldekabeln können Einsatzkräfte über mehrere Kilometer hinweg Verbindungen herstellen. Das ermöglicht Kommunikation auch dort, wo kein Mobilfunknetz verfügbar ist, kein Strom vorhanden ist oder in schwer zugänglichen Bereichen gearbeitet wird – etwa in nicht ausgebauten Bergwerksstollen.
Wichtige Technik für große Einsatzlagen
Der Feldkabelbau gehört zu den grundlegenden Fähigkeiten des THW. Bei größeren Einsätzen arbeiten häufig zahlreiche Einheiten parallel. Damit Einsatzleitungen jederzeit den Überblick behalten, müssen Informationen schnell und zuverlässig übermittelt werden.
Funk spielt dabei zwar eine wichtige Rolle, stößt jedoch unter bestimmten Bedingungen an Grenzen, etwa bei großen Entfernungen, Hindernissen oder stark ausgelasteten Funkkanälen. Feldfernmeldekabel bieten in solchen Fällen eine stabile Alternative.
Die Kabel werden meist per Hand oder mit Kabeltrommeln verlegt und können über Straßen, Wiesen oder durch Gebäude geführt werden. Je nach Lage lassen sich so Kommunikationsverbindungen über mehrere hundert Meter bis hin zu mehreren Kilometern herstellen. Um Beschädigungen zu vermeiden und Stolpergefahren zu reduzieren, werden die Leitungen sorgfältig verlegt und bei Bedarf geschützt.
Stabile Kommunikation unabhängig von öffentlichen Netzen
Durch den Einsatz von Feldkabeln kann das THW eine störungsarme Kommunikation sicherstellen – unabhängig von öffentlichen Netzen oder Funkverbindungen. Damit bleibt die Einsatzleitung auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig und kann Einsatzkräfte koordinieren.
Das Technische Hilfswerk ist die operative Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes. Bundesweit engagieren sich rund 88.000 Menschen ehrenamtlich in 668 Ortsverbänden. Sie unterstützen unter anderem Feuerwehren, Polizei und Hilfsorganisationen bei der Bewältigung von Unfällen, Naturkatastrophen und anderen Schadenslagen.
Foto: THW




























