Mit zwei thematisch eindringlichen Inszenierungen gehen die 21. Landesbühnentage im Harztheater am 28. März zu Ende. In Halberstadt und Quedlinburg stehen parallel ein Rockmusical nach George Orwell sowie ein vielfach ausgezeichnetes Theaterstück über sexualisierte Gewalt auf dem Spielplan.
Das Festival hatte in den vergangenen Tagen zahlreiche Besucher angezogen. Zum Abschluss werden noch einmal zwei Produktionen gezeigt, die gesellschaftliche Fragen in den Mittelpunkt stellen.
Uraufführung von Farm der Tiere in Halberstadt
Im Großen Haus in Halberstadt bringt das Theater für Niedersachsen aus Hildesheim die Uraufführung des Punk-Rock-Musicals „Farm der Tiere“ auf die Bühne. Die Inszenierung basiert auf George Orwells Roman aus dem Jahr 1945, der die Entstehung autoritärer Systeme thematisiert.
Die Handlung folgt einer Gruppe von Tieren, die sich gegen ihren Besitzer auflehnen und eine neue Ordnung aufbauen wollen. Doch der Traum von Gleichheit und Freiheit wird zunehmend von Machtmissbrauch und Unterdrückung verdrängt. Der Stoff gilt auch Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung als aktuell.
Prima Facie in Quedlinburg
Zeitgleich zeigt das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel auf der Neuen Bühne Quedlinburg das Stück „Prima Facie“ von Suzie Miller. Im Zentrum steht eine erfolgreiche Strafverteidigerin, die nach einem eigenen Gewalterlebnis das Rechtssystem neu hinterfragt.
Das Stück beleuchtet die Schwierigkeiten bei der juristischen Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und hat international eine breite Diskussion ausgelöst.
Mit diesen beiden Aufführungen endet das Festival der Landesbühnentage, das verschiedene Spielstätten in der Region einbezogen hat.
Foto: Tim Müller / Volker Beushausen





























