Sachsen-Anhalt feiert am Sonntag, 12. April 2026, den 16. Tag der Industriekultur. Mehr als 100 Orte im ganzen Land beteiligen sich nach Angaben der Veranstalter an dem Aktionstag und sorgen damit für einen neuen Rekord. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in wiederentdeckte Industrieorte, technische Denkmale und historische Anlagen, die teils nur an diesem Tag zugänglich sind.
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr Dessau. Dort beginnt der Aktionstag bereits am Donnerstag, 9. April, mit einer offiziellen Eröffnungsveranstaltung in der wiederentdeckten Kraftmaschinenhalle. Der Bau gilt heute als bedeutendes Werk moderner Industriebaukunst. Entworfen wurde er von Peter Behrens für die Weltausstellung 1910 in Brüssel, später wurde die Halle nach Dessau umgesetzt. Im Bauhaus-Jubiläumsjahr rückt sie nun erneut in den Fokus.
Am eigentlichen Aktionstag am Sonntag reicht das Angebot von der Altmark bis in den Süden Sachsen-Anhalts. In Tangerhütte kann Industriekultur rund um das Alte Schloss und die Gießerei erlebt werden. In Magdeburg öffnet unter anderem das historische Schiffshebewerk Rothensee. In Dessau und Gräfenhainichen sind historische Doppeldeckerbusse unterwegs, in Naumburg fährt die Straßenbahn mit einem Lindner-Triebwagen von 1928 im 30-Minuten-Takt. Auch im Harz gibt es ein Angebot: Im Schaubergwerk Büchenberg in Elbingerode werden Führungen unter Tage angeboten. In Braunsbedra ist zudem ein ehemaliger Luftschutzbunker zugänglich. Bitterfeld-Wolfen hat eigens ein Programm mit Spaziergängen, Führungen und Radtouren zusammengestellt.
Ergänzt wird das Programm bereits am Freitag und Samstag durch das Format Offenes Werktor. Dabei ermöglichen Unternehmen zusätzliche Einblicke in die heutige Produktion. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Burgenlandkreis. Organisiert wird der Tag der Industriekultur vom Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt mit Unterstützung zahlreicher Einrichtungen, Vereine und Ehrenamtlicher.

































