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Süd­harz-Eisen­bahn: 20 Mil­lio­nen Euro flie­ßen in die Wie­der­eröff­nung

Braun­la­ge (red). Es ist die Umset­zung einer his­to­ri­schen Ent­schei­dung für die Regi­on: Die Süd­harz-Eisen­bahn wird reak­ti­viert. Die Bau­ar­bei­ten für die Wie­der­eröff­nung der Tras­se zwi­schen Wie­da und Braun­la­ge sind bereits seit Mit­te März im Gan­ge. Die Eisen­bahn­stre­cke am Kai­ser­weg im Harz war lan­ge Zeit still­ge­legt.

Groß­teil der Inves­ti­tio­nen kommt von Eisen­bahn­lieb­ha­bern

Bei der Wie­der­eröff­nung han­delt es sich um ein lang­ersehn­tes Pro­jekt, das vor allem die Her­zen von Lieb­ha­bern his­to­ri­scher Eisen­bah­nen höher­schla­gen las­sen dürf­te. Wie bekannt wur­de, ist die tra­di­tio­nel­le ers­te Schwel­le mit dem „gol­de­nen Nagel“ bereits ver­legt wor­den.

Feder­füh­rend bei dem Vor­ha­ben ist der Inter­es­sen­ver­band SHEF, in dem sich Eisen­bahn-Enthu­si­as­ten, His­to­ri­ker und Bau­spe­zia­lis­ten enga­gie­ren. Bei SHEF ist man über­zeugt, dass die Reak­ti­vie­rung der alten Stre­cke auch der Harz­re­gi­on wirt­schaft­lich zugu­te­kom­men wird. Wie es im Pres­se­be­reich des Ver­bands heißt, sei die Wie­der­eröff­nung der stra­te­gisch wich­ti­gen Bahn­ver­bin­dung ein erklär­tes Ziel. Hin­zu kommt, dass die Stre­cke land­schaft­lich beson­ders reiz­voll ist.

Um die­ses Ziel zu errei­chen, hat der Ver­band 20 Mil­lio­nen Euro an Finanz­mit­teln ein­ge­sam­melt. Der Löwen­an­teil stammt aus Mit­glieds­bei­trä­gen, jedoch hofft man bei SHEF, dass sich das Land Nie­der­sach­sen mit ent­spre­chen­den För­der­maß­nah­men an dem Pro­jekt betei­li­gen wird.

Süd­harz-Eisen­bahn soll in fünf Jah­ren wie­der regu­lär fah­ren

Bei SHEF sind die Ver­ant­wort­li­chen fest davon über­zeugt, dass das Vor­ha­ben durch die Begeis­te­rung für Dampf­zü­ge getra­gen wird und sich damit qua­si von selbst finan­ziert. Spä­tes­tens wenn die ers­ten Bau­fort­schrit­te sicht­bar sind, rech­net man mit wei­te­ren Spen­den und Unter­stüt­zun­gen.

Auch wenn aktu­ell noch diver­se Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren durch­lau­fen wer­den müs­sen, sind die Eisen­bahn­fans zuver­sicht­lich, dass die Linie bis April 2030 wie­der voll­stän­dig in Betrieb gehen kann. Unter­stüt­zung von Harz-Ver­ei­nen und den Nie­der­säch­si­schen Lan­des­fors­ten ist bereits zuge­sagt wor­den.

Die Stre­cke wird ent­lang der Wan­der­rou­te des „Kai­ser­wegs“ ver­lau­fen, von Braun­la­ge bis zum Orts­ein­gang von Wie­da. Eine Stra­te­gie für die Gleis­ver­le­gung gibt es bereits: Die Bau­ar­bei­ten star­ten in der Mit­te der Stre­cke, und die Glei­se wer­den zeit­gleich in bei­de Rich­tun­gen ver­legt. Dadurch hofft man, die Arbeits­kräf­te opti­mal ein­zu­set­zen.

Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um begrüßt das Vor­ha­ben von SHEF

Unter­des­sen hat sich das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Nie­der­sach­sen posi­tiv zu dem Pro­jekt geäu­ßert. Aus Han­no­ver heißt es, man sehe das Vor­ha­ben als äußerst viel­ver­spre­chend an. Es sei ein wich­ti­ger Schritt zur Ver­bes­se­rung der Schie­nen­in­fra­struk­tur im Süd­harz. Das Minis­te­ri­um beglück­wünsch­te alle Betei­lig­ten zu die­ser Ent­schei­dung.

Indes soll auch das Stre­cken­netz der Har­zer Schmal­spur­bah­nen (HSB) erwei­tert wer­den. Geplant ist eine neue Ver­bin­dung von Wer­ni­ge­ro­de nach Braun­la­ge. Die Prü­fun­gen dazu lau­fen der­zeit in Zusam­men­ar­beit mit dem Regio­nal­ver­band in Braun­schweig.

Foto: pix­a­bay (Sym­bol­bild)

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