Landesbischof Friedrich Kramer hat sich im Gleimhaus mit Vertreterinnen der Initiative „Frauen für Halberstadt“ ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Treffens standen das Engagement von Frauen, gesellschaftlicher Zusammenhalt und aktuelle Herausforderungen in Sachsen-Anhalt.
Der Besuch war Teil der Sommertour des Landesbischofs der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Unter dem Motto „Starke Stimmen – Frauen in Sachsen-Anhalt“ sprach Kramer mit Gleichstellungsbeauftragten, kirchlichen Vertreterinnen und dem stellvertretenden Oberbürgermeister Thomas Rimpler.
Mit seiner Sommertour besucht der Landesbischof Orte, an denen Menschen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Dabei möchte er erfahren, welche Themen sie beschäftigen, welche Probleme sie wahrnehmen und was ihnen Hoffnung gibt. Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl im September ging es auch um die Frage, wie unterschiedliche Stimmen stärker gehört werden können.
Engagement von Frauen sichtbar machen
Ein Schwerpunkt der Tour liegt auf dem Einsatz von Frauen in Kirche, sozialen Einrichtungen und Gesellschaft. Das Treffen in Halberstadt wurde von Elke Selke, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harz, Andrea Schwarzloos, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Halberstadt, und Gleimhaus-Direktorin Dr. Ute Pott vorbereitet.
Das Gleimhaus wurde bewusst als Veranstaltungsort gewählt. Es gehört zu den FrauenOrten Sachsen-Anhalt und erinnert an Anna Louisa Karsch, die als erste deutsche Berufsschriftstellerin gilt. Ein weiterer FrauenOrt in Halberstadt würdigt in Bollmanns Gaststätte das Wirken von Minna Bollmann.
Das landesweite Projekt FrauenOrte macht an 52 Standorten in 37 Städten und Gemeinden das Leben historisch bedeutender Frauen sichtbar. Dabei stehen ihre Leistungen in Politik, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft im Mittelpunkt.
Austausch über gesellschaftliche Herausforderungen
An dem Gespräch nahmen neben Friedrich Kramer unter anderem EKM-Medienreferentin Juliane Baumann und Eva Lange, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland, teil.
Thomas Rimpler hob die Bedeutung des 2023 gegründeten Netzwerks „Frauen für Halberstadt“ hervor. In diesem Jahr organisiert es bereits zum vierten Mal die Halberstädter Frauenwoche. Rimpler würdigte zudem die Arbeit der Vereine, Verbände, Beiräte und Initiativen, die sich in Halberstadt für die Belange von Frauen einsetzen.
Kramer stellte während des Treffens auch die Initiative #VerständigungsOrte vor. Kirche und Diakonie wollen damit Räume für offene und respektvolle Gespräche schaffen. Der Landesbischof betonte, dass ihn der Austausch in Halberstadt gestärkt habe und gegenseitige Unterstützung gerade in schwierigen Zeiten wichtig sei.
Zum Abschluss dankte Rimpler den Beteiligten für ihren Einsatz. Das Treffen habe gezeigt, welche Bedeutung persönliche Begegnungen, gegenseitiges Zuhören und ein respektvoller Dialog für den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben.
Foto: Stadt Halberstadt / Jeannette Schroeder





























