Stan­ding Ova­tions für HARZ FIRE Bien­na­le in der Ler­ba­cher Kir­che

Mit lang­an­hal­ten­dem Applaus, Stan­ding Ova­tions und einer vom Publi­kum gefor­der­ten Zuga­be ende­te die Kon­zer­t­an­dacht „Inseln & Kon­ti­nen­te“ im Rah­men der drit­ten HARZ FIRE Bien­na­le in der Ler­ba­cher Kir­che. Mehr als andert­halb Stun­den lang erleb­ten die Besu­cher eine musi­ka­li­sche Rei­se, die klas­si­sche Wer­ke, außer­ge­wöhn­li­che Instru­men­te und eine ein­drucks­vol­le Licht­ge­stal­tung mit­ein­an­der ver­band.

Der Kreis-Posau­nen­chor Har­zer Land unter der Lei­tung von Andre­as Bücher, Orga­nist Bernd Schol­ze und Illu­mi­na­tor Ste­fan Braukha­ne gestal­te­ten gemein­sam ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm. Von baro­cken Klang­wel­ten über Wer­ke von Johann Sebas­ti­an Bach und Georg Phil­ipp Tele­mann bis hin zu unge­wöhn­li­chen Ober­ton­klän­gen reich­te das musi­ka­li­sche Spek­trum.

Außer­ge­wöhn­li­che Instru­men­te sor­gen für beson­de­re Klang­mo­men­te

Zu den Höhe­punk­ten des Abends gehör­te das Atlan­tis-Tri­pty­chon. Mit einem Regen­ma­cher, Ober­ton­ge­sang und sel­ten zu hören­den Instru­men­ten wie Kon­cov­ka, Fuja­ra und einer indi­schen Shru­ti-Box erzeug­te Bernd Schol­ze eine beson­de­re Klang­at­mo­sphä­re. Die musi­ka­lisch dar­ge­stell­te Mor­gen­stim­mung auf Atlan­tis sorg­te für gespann­te Stil­le in der Kir­che.

Die Ver­bin­dung aus ver­trau­ten Cho­rä­len, klas­si­schen Kom­po­si­tio­nen und unge­wöhn­li­chen Klang­far­ben eröff­ne­te dem Publi­kum neue musi­ka­li­sche Ein­drü­cke. Dabei spiel­te auch das Bien­na­le-Mot­to „Inseln & Kon­ti­nen­te“ eine zen­tra­le Rol­le.

Gabri­el­las Song wird zum emo­tio­na­len Höhe­punkt

Beson­ders bewe­gend wur­de es bei „Gabri­el­las Song“ aus dem schwe­di­schen Film „Wie im Him­mel“. Das Lied über Mut, Hoff­nung und Selbst­be­stim­mung fand gro­ßen Anklang. Nach dem offi­zi­el­len Pro­gramm for­der­ten die Besu­cher das Stück als Zuga­be, sodass es ein zwei­tes Mal erklang.

Eine beson­de­re per­sön­li­che Bedeu­tung erhielt die Auf­füh­rung durch die gesund­heit­li­chen Her­aus­for­de­run­gen der bei­den Musi­ker Bernd Schol­ze und Andre­as Bücher. Bei­de hat­ten im Jahr 2026 schwer­wie­gen­de gesund­heit­li­che Rück­schlä­ge erlit­ten und konn­ten zeit­wei­se ihre Instru­men­te nicht mehr spie­len.

Die mona­te­lan­ge Vor­be­rei­tung auf die Kon­zer­t­an­dacht gab ihnen einen zusätz­li­chen Ansporn, ihre musi­ka­li­schen Fähig­kei­ten schritt­wei­se zurück­zu­ge­win­nen. Die Par­al­le­len zur Geschich­te des Films „Wie im Him­mel“, in dem eben­falls ein schwer erkrank­ter Musi­ker im Mit­tel­punkt steht, ver­lie­hen dem Auf­tritt eine beson­de­re emo­tio­na­le Bedeu­tung.

Licht­in­stal­la­ti­on ver­wan­delt die Kir­che in eine eige­ne Klang­welt

Neben der Musik präg­te die auf­wen­di­ge Beleuch­tung von Ste­fan Braukha­ne die Atmo­sphä­re des Abends. Pas­send zum Mot­to „Inseln & Kon­ti­nen­te“ ver­wan­del­te er den Kir­chen­raum in eine far­ben­rei­che Land­schaft.

Grü­ne Licht­flä­chen stell­ten Inseln und Kon­ti­nen­te dar, die durch eine Atlan­tis-Brü­cke über einem blau­en Oze­an mit­ein­an­der ver­bun­den waren. Dar­über erstreck­te sich ein beweg­ter Ster­nen­him­mel bis unter das Kir­chen­dach, in dem auch Stern­schnup­pen zu sehen waren.

Die Kom­bi­na­ti­on aus Musik und Licht­ge­stal­tung ver­lieh der Kon­zer­t­an­dacht einen beson­de­ren Rah­men und unter­strich die unter­schied­li­chen musi­ka­li­schen The­men.

Gemein­sa­mer Aus­klang und Unter­stüt­zung für den Posau­nen­chor

Die Begeis­te­rung des Publi­kums zeig­te sich nicht nur im anhal­ten­den Schluss­ap­plaus. Auch die ein­ge­gan­ge­nen Spen­den wür­dig­ten die ehren­amt­li­che Arbeit des Kreis-Posau­nen­chors Har­zer Land.

Nach dem Kon­zert blie­ben zahl­rei­che Besu­cher in der Kir­che, um den Abend gemein­sam aus­klin­gen zu las­sen. Der Ler­ba­cher Kir­chen­vor­stand unter­stütz­te die Ver­an­stal­tung bei der Bewir­tung.

Anja Bücher hat­te ein Cate­ring mit herz­haf­ten Bro­ten vor­be­rei­tet. Pas­send zur Namens­ge­bung der Bien­na­le wur­den auch Varia­tio­nen mit Har­zer Toma­ten ange­bo­ten. Ergänzt wur­de das Ange­bot durch eine gro­ße Aus­wahl selbst­ge­ba­cke­ner Kuchen.

Musik­fes­ti­val mit Bezug zur Har­zer Toma­te

Die HARZ FIRE Bien­na­le wird vom eng­li­schen Kom­po­nis­ten Gra­ham Lack orga­ni­siert. Ihren Namen ver­dankt die Ver­an­stal­tungs­rei­he der bekann­ten Har­zer Toma­ten­sor­te „Harz­feu­er“, deren Begeis­te­rung den Anstoß für das musi­ka­li­sche Fes­ti­val gab.

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team zeig­te sich mit dem Ver­lauf der Kon­zer­t­an­dacht in Ler­bach sehr zufrie­den. Neben den musi­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen und der beson­de­ren Licht­ge­stal­tung stan­den vor allem die Begeg­nun­gen zwi­schen Mit­wir­ken­den und Publi­kum sowie das gemein­sa­me Musik­erleb­nis im Mit­tel­punkt.

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