Herzberg am Harz (red). Der Wolf ist nun auch im Landkreis Göttingen angekommen – eine Entwicklung, die für Weidetierhaltende neue Herausforderungen mit sich bringt. Wie sich Weidetiere wirksam schützen lassen, welche Fördermöglichkeiten es gibt und wie sich der Wolf in der Region verbreitet, sind die zentralen Themen eines Fachabends des Landschaftspflegeverbandes Göttingen e.V.
Im Rahmen des Hotspot-Projektes Naturschatz Gipskarst lädt der Verband am Mittwoch, 5. März, um 19:30 Uhr zum Weidetierhalter-Stammtisch ins Dorfgemeinschaftshaus Scharzfeld (Am Anger 3, 37412 Herzberg am Harz, OT Scharzfeld) ein. Referent des Abends ist Eckhard Wiesenthal, Wolfsberater des Landkreises Göttingen. Er wird über den aktuellen Stand der Wolfspopulation in der Region berichten und praxisnahe Lösungen für den Herdenschutz vorstellen. Zudem wird er auf Fördermöglichkeiten eingehen, die Weidetierhaltende bei der Umsetzung effektiver Schutzmaßnahmen unterstützen.
Der Erhalt naturschutzfachlich wertvoller Offenlandlebensräume in der Südharzer Gipskarstregion ist eng mit der extensiven Weidetierhaltung verknüpft. Daher ist es entscheidend, dass betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter gut informiert sind und sich über praktikable Schutzmaßnahmen austauschen können. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, Fragen an Fachleute zu richten und sich mit Gleichgesinnten über Erfahrungen auszutauschen.
Das Hotspot-Projekt verfolgt das Ziel, die biologische Vielfalt im niedersächsischen Teil der Gipskarstlandschaft Südharz langfristig zu fördern. Neben dem praktischen Herdenschutz spielt die Unterstützung von Weidetierhaltenden eine zentrale Rolle. Weitere Informationen sind unter www.lpv-goettingen.de abrufbar. Das Projektteam ist im Herzberger Projektbüro (Marktplatz 1–5, 37412 Herzberg am Harz) erreichbar unter gipskarst@lpv-goettingen.de oder telefonisch unter 05521/8719929.
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert. Weitere Unterstützung erfolgt durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU), den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), den Landkreis Göttingen sowie die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.