Aus einer Idee von Kita-Kindern ist in Goslar ein konkretes Umweltprojekt geworden. Unter dem Motto „Kleine ganz groß in Goslar“ startet nun die Aktion „Aschenbecher to go“. Die Stadt unterstützt die Kindertagesstätte Kunterbunt dabei und stellt Taschenaschenbecher zur Verfügung, die künftig an Bürgerinnen und Bürger verteilt werden.
Ausgangspunkt war eine Müllsammelaktion im Juli 2025. Dabei fanden die Kinder besonders viele Zigarettenkippen – unter Parkbänken, am Wasser der Abzucht und sogar vor ihrer eigenen Einrichtung. In einem Begleitschreiben formulierten sie ihre Beobachtung deutlich: Erwachsene würden Abfälle achtlos wegwerfen, und Kinder müssten sie aufsammeln.
Stadt begleitet Initiative der Kinder
Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner übergab die Taschenaschenbecher kürzlich offiziell an die Kinder sowie an Kita-Leiterin Birgit Kubitza und das pädagogische Team. Die Kinder verteilen diese nun weiter. Die Stadt sieht in dem Projekt nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch ein Zeichen für frühe Mitbestimmung. Die Initiative sei direkt von den Kindern ausgegangen, die Stadt begleite die Umsetzung unterstützend.
Zigarettenkippen zählen zu den häufigsten Abfällen im öffentlichen Raum. Laut einer Studie des Verbandes kommunaler Unternehmen aus dem August 2020 entstehen deutschen Städten und Gemeinden jährlich rund 700 Millionen Euro Reinigungskosten für Einwegverpackungen und ‑produkte. Etwa 225 Millionen Euro entfallen dabei allein auf die Entsorgung von Zigarettenkippen .
Hinweis auf Rechtslage
Die Stadt weist darauf hin, dass das Wegwerfen von Zigarettenkippen verboten ist. Nach der städtischen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung dürfen sie nicht auf öffentlichen Straßen und in Anlagen entsorgt werden. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und können mit einer Geldbuße geahndet werden.
Foto: Stadt Goslar




























