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Stadt Gos­lar ist „Nie­der­säch­si­sche Kli­ma­kom­mu­ne 2024“ Gos­la­rer Dele­ga­ti­on erhält in Han­no­ver ein Preis­geld von 25.000 Euro

Die Stadt Goslar ist „Niedersächsische Klimakommune 2024“. Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (3. v. re.) hat dafür im Beisein einer Delegation der ISSE der TU Clausthal und den Harzwasserwerken sowie Dirk Sielaff (2. v. re.), Fachdienstleiter Umwelt und Gewässerschutz, Untere Wasserbehörde, allgemeine Wasserwirtschaft der Stadt Goslar und seinem Mitarbeiter Maximilian Delius (Mitte) ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro erhalten.

Gos­lar (red). Die Stadt Gos­lar ist neben dem Land­kreis Cux­ha­ven „Nie­der­säch­si­sche Kli­ma­kom­mu­ne 2024“ und hat dafür ein Preis­geld von 25.000 Euro erhal­ten. Nie­der­sach­sens Minis­ter für Umwelt, Ener­gie und Kli­ma­schutz, Chris­ti­an Mey­er, über­gab den Preis im Alten Rat­haus in Han­no­ver kürz­lich an Gos­lars Ober­bür­ger­meis­te­rin Urte Schwerdt­ner. Ins­ge­samt wur­den Preis­gel­der in Höhe von ins­ge­samt 190.000 Euro ver­ge­ben. Die Stadt Gos­lar hat die Jury mit ihrem gemein­sam ent­wi­ckel­ten KI-basier­ten Hoch­was­ser­warn­sys­tem namens KIH­WA beein­druckt. Das Sys­tem soll dazu bei­tra­gen, sich an die Fol­gen der men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­er­hit­zung anzu­pas­sen. In die­sem Jahr haben sich 61 Kom­mu­nen mit 82 Pro­jek­ten am Wett­be­werb betei­ligt – elf unter­schied­lich dotier­te Prei­se wur­den ver­ge­ben. Ober­bür­ger­meis­te­rin Urte Schwerdt­ner freu­te sich sehr über die Aus­zeich­nung: „Die­ser Preis zeigt uns, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und ist eine groß­ar­ti­ge Aner­ken­nung für das Enga­ge­ment und unse­re Inves­ti­tio­nen in den Hoch­was­ser­schutz.“

In der Jury­be­grün­dung für die Stadt Gos­lar heißt es: „Die nie­der­säch­si­schen Infra­struk­tu­ren und Öko­sys­te­me sind nicht nur mit einer beschleu­ni­gen­den Zunah­me von Tro­cken­heit und Hit­ze­wel­len, son­dern auch mit extre­men Nie­der­schlä­gen kon­fron­tiert. Die damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen sind mit Alt­be­währ­tem häu­fig nicht mehr zu bewäl­ti­gen, wie wie­der­keh­ren­de Hoch­was­ser in Euro­pa, in Deutsch­land und Nie­der­sach­sen schmerz­lich deut­lich machen. Neue Stra­te­gien und Tech­no­lo­gien zu ent­wi­ckeln, um sich an das Unver­meid­ba­re anzu­pas­sen, ist ein eben­so grund­le­gen­der wie anspruchs­vol­ler Schritt in die kli­ma­ge­rech­te Zukunft. Die Stadt Gos­lar hat die­se Hür­de gemein­sam mit dem ISSE der TU Claus­thal und den Harz­was­ser­wer­ken genom­men. Im Ergeb­nis steht ein KI-basier­tes Hoch­was­ser­früh­warn­sys­tem, das der beson­de­ren Topo­gra­phie des ehe­ma­li­gen Berg­bau­orts zum Trotz zuver­läs­si­ge War­nun­gen an Ämter und Diens­te gibt. Das Pro­jekt wirkt über den ambi­tio­nier­ten Hoch­was­ser­schutz hin­aus als stets wei­ter­zu­ent­wi­ckeln­des Sys­tem bezie­hungs­wei­se Modell, das künf­tig auch in ande­ren Kom­mu­nen Anwen­dung fin­den könn­te. So könn­ten Schä­den ver­min­dert und viel­leicht sogar Men­schen­le­ben geret­tet wer­den. Daher prä­miert die Jury die Stadt Gos­lar als nie­der­säch­si­sche Kli­ma­kom­mu­ne 2024 im Bereich der Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung.“

Der Wett­be­werb “Kli­ma kom­mu­nal” zeich­net seit 2010 vor­bild­li­che kom­mu­na­le Kli­ma­schutz­pro­jek­te und ‑ideen aus Nie­der­sach­sen aus und wird von den nie­der­säch­si­schen kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den und dem nie­der­säch­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um alle zwei Jah­re aus­ge­rich­tet. Die Kli­ma­schutz- und Ener­gie­agen­tur Nie­der­sach­sen ist für die Orga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung des Wett­be­werbs ver­ant­wort­lich. Ziel ist es, die vie­len krea­ti­ven und inno­va­ti­ven Kli­ma­schutz­ak­ti­vi­tä­ten im Land einer brei­ten Öffent­lich­keit bekannt zu machen und das kom­mu­na­le Enga­ge­ment zu wür­di­gen. Das Umwelt­mi­nis­te­ri­um stellt 2024 erst­ma­lig 190.000 Euro Preis­geld zur Ver­fü­gung. Neben dem Titel „Nie­der­säch­si­sche Kli­ma­kom­mu­ne” dotiert mit 25.000 Euro und dem Zukunfts­preis für inno­va­ti­ve Pro­jekt­ideen, wer­den Prei­se für Leucht­turm-Pro­jek­te in ver­schie­de­nen kom­mu­na­len Hand­lungs­fel­dern ver­lie­hen. Über die Ver­ga­be der Aus­zeich­nun­gen ent­schei­det eine neun­köp­fi­ge Fach­ju­ry.

Foto: Stadt Gos­lar

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