Angesichts der stark zunehmenden Zahl sicherheitsrelevanter Drohnensichtungen in Niedersachsen setzen sich die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen für eine gezielte Stärkung der Drohnenabwehr ein. Mehr als 350 Vorfälle allein in diesem Jahr machen deutlich, dass es sich nicht länger um Einzelfälle handelt, sondern um eine ernstzunehmende Form hybrider Bedrohung.
Rechtssichere Konzepte und bessere Vernetzung
Alexander Saade, polizeipolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, betont die Notwendigkeit einer modernen und abgestimmten Drohnenabwehr zum Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur. Die Fraktionen fordern unter anderem ein umfassendes Lagebild zu Drohnensichtungen, einen Ausbau der Forschungsarbeit zu Detektion und Abwehr sowie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Polizei, Bundeswehr, Betreiberinnen und Betreibern kritischer Infrastruktur und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Ein entsprechender Antrag wurde am Donnerstag in den Landtag eingebracht. Innenministerin Daniela Behrens arbeite bereits an einer systematischen Verbesserung der Schutzmaßnahmen. Als Beispiele nennt Saade die überregionale Vernetzung norddeutscher Länder, eine Novellierung des Polizeigesetzes sowie eine gezielte Stärkung des Verfassungsschutzes.
Früh erkennen, schnell reagieren
Trotz erster Maßnahmen befinde man sich noch am Anfang. Saade spricht sich für ein integriertes Sicherheitskonzept aus, das auf frühzeitige Erkennung, schnelle Reaktion und wirksamen Schutz abzielt. Ziel sei es, Niedersachsen sicherer zu machen und zugleich einen Beitrag zur Sicherheitsarchitektur in Deutschland und Europa zu leisten. Der eingebrachte Antrag soll nun im Ausschuss weiter beraten werden.
Foto: Alexander Saade



























