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Sel­te­ne Bibel kehrt zurück: Vor­trag im Stadt­ar­chiv Hal­ber­stadt

Eine über Jahr­hun­der­te ver­schol­le­ne Bibel mit Bezug zum Hal­ber­städ­ter Geor­gen­spi­tal ist Ende 2024 in die Stadt zurück­ge­kehrt. Wie das his­to­ri­sche Buch sei­nen Weg nach Groß­bri­tan­ni­en fand und schließ­lich wie­der zurück­kam, steht im Mit­tel­punkt eines Vor­trags im Stadt­ar­chiv.

Aus­gangs­punkt der Rück­füh­rung war eine Anfra­ge aus Groß­bri­tan­ni­en: Eine Autorin wur­de auf die Bibel auf­merk­sam, nach­dem ein Bekann­ter das Werk mit hand­schrift­li­chen Ein­trä­gen aus Hal­ber­stadt besaß. Der Eigen­tü­mer ent­schied sich schließ­lich, das Buch nicht zu ver­stei­gern, son­dern es für einen sym­bo­li­schen Preis nach Hal­ber­stadt zu über­ge­ben.

Die Rück­füh­rung gestal­te­te sich auf­grund von Brexit und Zoll­be­stim­mun­gen auf­wen­dig. Unter­stüt­zung erhielt das Pro­jekt unter ande­rem durch den Geschichts­ver­ein für Hal­ber­stadt und das nörd­li­che Harz­vor­land. Ende 2024 traf die Bibel schließ­lich in der Stadt ein.

Ein­blick in ein bedeu­ten­des Zeit­zeug­nis

Im Rah­men eines Abend­vor­trags am 15. April 2026 stellt die Lei­te­rin von Muse­um und Archiv die Geschich­te des Buches vor. Dabei geht es sowohl um den unge­wöhn­li­chen Weg der Bibel als auch um ihren his­to­ri­schen Wert.

Das groß­for­ma­ti­ge Werk mit kunst­voll gestal­te­tem Ein­band ent­hält hand­schrift­li­che Ein­trä­ge aus dem 18. Jahr­hun­dert. Die­se bele­gen, dass die Bibel im Jahr 1740 für das Geor­gen­hos­pi­tal erwor­ben wur­de. Gleich­zei­tig doku­men­tie­ren die Ein­tra­gun­gen Ereig­nis­se aus der Geschich­te der Ein­rich­tung, dar­un­ter auch Zer­stö­run­gen im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg.

Bis zu ihrer Wie­der­ent­de­ckung waren sowohl die Exis­tenz der Bibel als auch ihre Inhal­te unbe­kannt. Der Vor­trag bie­tet nun erst­mals die Gele­gen­heit, das Buch und sei­ne Geschich­te näher ken­nen­zu­ler­nen.

Der Vor­trag beginnt um 17 Uhr im Stadt­ar­chiv am Dom­platz. Für den Besuch wird ein Ein­tritt erho­ben, eine Anmel­dung ist erfor­der­lich.

Foto: Stadt­ar­chiv Hal­ber­stadt

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