Schaf­brü­cke in Qued­lin­burg für Fahr­zeu­ge gesperrt

Die Welt­erbe­stadt Qued­lin­burg sperrt die his­to­ri­sche Schaf­brü­cke zwi­schen Wiper­ti­stra­ße und Nein­sted­ter Feld­weg ab Frei­tag, 28. August 2026, für den Fahr­zeug­ver­kehr. Fuß­gän­ger kön­nen die Brü­cke wei­ter­hin nut­zen. Rad­fah­rer dür­fen sie eben­falls über­que­ren, müs­sen ihr Fahr­rad dabei jedoch schie­ben.

Grund für die kurz­fris­ti­ge Sper­rung ist der wei­ter ver­schlech­ter­te Bau­zu­stand. Nach einer aktu­el­len Prü­fung emp­fiehlt die beauf­trag­te Inge­nieur­ge­sell­schaft, das Bau­werk bis zu einer künf­ti­gen bau­li­chen Lösung für Fahr­zeu­ge zu sper­ren. Die Stadt sieht des­halb aus Sicher­heits­grün­den sofor­ti­gen Hand­lungs­be­darf.

Sanie­rung oder Neu­bau noch offen

Bereits bei der Brü­cken­haupt­prü­fung im Mai 2025 war die Schaf­brü­cke mit der Zustands­no­te 4,0 bewer­tet wor­den. Dar­auf­hin hat­te die Stadt finan­zi­el­le Mit­tel aus dem Infra­struk­tur-Son­der­ver­mö­gen für Pla­nung und Sanie­rung vor­ge­se­hen.

Die aktu­el­le Prü­fung zeigt nach Anga­ben der Stadt jedoch, dass eine Sanie­rung auf­wen­dig wäre. Fach­leu­te stim­men der­zeit mit der Unte­ren Denk­mal­pfle­ge­be­hör­de das wei­te­re Vor­ge­hen ab. Ob die Brü­cke saniert, abge­ris­sen oder neu gebaut wird, ist noch nicht ent­schie­den.

Brü­cke ist 100 Jah­re alt

Die Schaf­brü­cke wur­de 1926 errich­tet, nach­dem ihr Vor­gän­ger beim Bode­hoch­was­ser 1925 zer­stört wor­den war. Das Bau­werk mit sei­nem Fach­werk­bo­gen aus Stahl, schmie­de­ei­ser­nen Git­tern und deko­ra­ti­ven Beton­guss­re­li­efs steht als Ein­zel­denk­mal unter Schutz.

Mit der Sper­rung soll die Belas­tung der Brü­cke auf ein Mini­mum redu­ziert wer­den. Für die Lauf­stre­cke des Tri­ath­lons Höl­le von Q am Sonn­tag, 30. August, hat die Maß­nah­me nach Anga­ben der Stadt kei­ne Aus­wir­kun­gen. Die Teil­neh­men­den kön­nen die Brü­cke wei­ter­hin pas­sie­ren.

Foto: Welt­erbe­stadt Qued­lin­burg

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