Die seit Jahren diskutierte Sanierung der ehemaligen Mergelgrube auf dem Gelände des Goslarer Fliegerhorsts beginnt. Auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Waldgrundstück waren vor etwa neun Jahren rund 22.000 Kubikmeter Aushubboden aus Erschließungsmaßnahmen nicht ordnungsgemäß abgelagert worden. Unter dem Bodenlager befindet sich zudem eine Altablagerung aus der Zeit der militärischen Nutzung des Fliegerhorsts. Aufgrund der Gefährdung für das Grundwasser ist eine umfassende Sanierung erforderlich.
Behörden stimmen Vorgehen ab
Nach intensiven Abstimmungen haben das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, der Landkreis Goslar und die Stadt Goslar ein von einem unabhängigen Gutachter erarbeitetes Entsorgungskonzept genehmigt. Die Maßnahme erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden und dem erschließenden Unternehmer.
Zunächst werden Sträucher auf der Fläche zurückgeschnitten. Natur- und artenschutzrechtliche Belange wurden im Vorfeld fachgutachterlich geprüft und berücksichtigt. Der vorhandene Waldbestand bleibt erhalten.
Abdeckung der Altlast und Schutz des Grundwassers
Unbelastetes Bodenmaterial soll vor Ort genutzt werden, um die darunterliegende Altablagerung fachgerecht abzudecken. Durch eine gezielte Profilierung der Oberfläche und die Ableitung von Regenwasser soll verhindert werden, dass Schadstoffe ins Grundwasser gelangen. Ein Bodengutachter begleitet die Arbeiten, das eingesetzte Material wird fortlaufend überprüft. Belasteter Boden wird ordnungsgemäß entsorgt.
Nach Abschluss der Arbeiten soll sich die Fläche wieder begrünen und langfristig als Teil des Grüngürtels rund um das Gelände erhalten bleiben. Die Sanierung gilt als wichtiger Schritt zur Sicherung des Standorts im Sinne des Umwelt- und Gesundheitsschutzes.






























