In der jüngsten öffentlichen Ratssitzung der Stadt Bad Lauterberg am 20. November 2025 standen neben routinemäßigen Berichten auch überraschende Ankündigungen und kontroverse Beschlüsse auf der Tagesordnung.
Berichte ohne große Neuigkeiten
Klimaschutzmanager André Stanimirov berichtete über laufende Beteiligungen an Projekten wie „Deutschland besser machen!“, die Gartenschläfer-Aktion oder Maßnahmen zur Hochwasservorsorge. Wesentliche neue Entwicklungen gab es dabei nicht. Auch zur kommunalen Wärmeplanung erklärte Stanimirov lediglich, dass diese bis 2028 abgeschlossen sein müsse.
Stadtjugendpfleger Christopher Varges stellte seine Arbeit auf drei Säulen – Jugendpflege, Jugendraum und Netzwerkarbeit – und verwies auf bekannte Angebote wie Ferienpass und Graffiti-Aktionen. Eine Nachfrage zur politischen Beteiligung von Jugendlichen beantwortete er nur vage.
Beschlüsse und formale Entscheidungen
Einstimmig beschloss der Rat die Neubesetzung im Vorstand des Abwasserverbandes Großraum Bad Lauterberg. Ebenso wurde die Ko-Finanzierung für den LEADER-Antrag zur Sanierung des Bismarckturms beschlossen.
Die formale Aufhebung der Straßenausbaubeitragssatzung („Strabs“) wurde nach bereits getroffener Vorentscheidung im September nun offiziell beschlossen. Trotz erneuter Ausführungen des Bürgermeisters zu Bedenken des Landkreises folgte der Rat einstimmig dem Beschluss – ein erklärtes Ziel der Wählergruppe im Rat (WgiR).
Vervierfachung der Parkgebühren sorgt für Kritik
Kontrovers diskutiert wurde der Erlass einer neuen Gebührenverordnung für das Anwohnerparken. Die Erhöhung der Jahresgebühr von 30 auf 120 Euro passierte den Rat mit nur einer Stimme Mehrheit. Die WgiR votierte geschlossen dagegen und verwies auf ihre grundsätzliche Ablehnung der flächendeckenden Gebührenerhöhungen.
Personalwechsel im Vitamar überraschend angekündigt
Für einen unerwarteten Schlusspunkt sorgte Vitamar-Geschäftsführer Roman Kohler, der seinen Rückzug zum Jahresende bekanntgab – ebenso die kaufmännische Leitung. Neben einem weiterhin hohen Sanierungsbedarf berichtete Kohler von geplanten Kooperationen und einer internen Neuorganisation.
Die Sitzung endete mit einem nichtöffentlichen Teil. Die WgiR kritisierte in ihrer Mitteilung erneut die aus ihrer Sicht mangelnde Bürgerbeteiligung und die Praxis verschlossener Sitzungen.
Foto: Bernd Jackisch / WgiR




























