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Rat­haus Wer­ni­ge­ro­de wird für die Zukunft fit gemacht

Wer­ni­ge­ro­de (red). Das his­to­ri­sche Rat­haus von Wer­ni­ge­ro­de, eines der bedeu­tends­ten Fach­werk­häu­ser Mit­tel­eu­ro­pas, wird wei­ter saniert. Nach­dem bereits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Tei­le der Ost- und West­fas­sa­de instand gesetzt wur­den, rückt nun die Nord­fas­sa­de in den Fokus. Die Arbei­ten begin­nen Ende März und sol­len bis Okto­ber abge­schlos­sen sein.

Das „Spel­hus“, wie das Gebäu­de einst genannt wur­de, blickt auf eine lan­ge Geschich­te zurück: 1427 von den Gra­fen von Wer­ni­ge­ro­de an die Stadt ver­schenkt, dien­te es einst als Fest­hal­le, Gerichts­ge­bäu­de und Markt­haus. Nach dem ver­hee­ren­den Stadt­brand von 1528 wur­de es zum Rat­haus umfunk­tio­niert und seit­her immer wie­der umge­baut und erwei­tert. Heu­te ist das Gebäu­de nicht nur Sitz des Ober­bür­ger­meis­ters und der Stadt­ver­wal­tung, son­dern auch ein über­re­gio­nal belieb­ter Ort für Hoch­zei­ten.

Die nun anste­hen­den Sanie­rungs­maß­nah­men kon­zen­trie­ren sich auf die tra­gen­de Kon­struk­ti­on im Innen­be­reich sowie die Nord­fas­sa­de, ins­be­son­de­re rund um den Sit­zungs­saal im ers­ten Ober­ge­schoss und das gro­ße Trau­zim­mer im Erd­ge­schoss. Auch der mar­kan­te Hoch­zeits­er­ker wird im Zuge der Fas­sa­den­ar­bei­ten restau­riert. Dafür wird ab dem 7. April ein Gerüst auf dem Markt­platz errich­tet. Bereits am 31. März star­ten die Abriss­ar­bei­ten im Innen­raum, die Fas­sa­de folgt ab dem 14. April.

Wie bei his­to­ri­schen Gebäu­den üblich, las­sen sich genaue Zeit­plä­ne erst nach Öff­nung der Bau­sub­stanz fest­le­gen. Klar ist jedoch: Staub und Lärm wer­den sich in der Anfangs­pha­se kaum ver­mei­den las­sen. Die Stadt rech­net mit Beein­träch­ti­gun­gen – nicht nur für die Ver­wal­tung, son­dern auch für die umlie­gen­den Hotels, Restau­rants und Geschäf­te. Ein Infor­ma­ti­ons­ge­spräch mit den betrof­fe­nen Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern ist bereits in Vor­be­rei­tung.

Trotz aller Her­aus­for­de­run­gen über­wiegt der Wunsch nach lang­fris­ti­gem Erhalt: „Das Rat­haus soll auch in den kom­men­den Jahr­hun­der­ten ein leben­di­ger Ort des Aus­tauschs, der Begeg­nung und der Stadt­ge­schich­te sein“, betont die Stadt­ver­wal­tung. Mit der Sanie­rung wird das Wahr­zei­chen fit gemacht – für die nächs­ten 500 Jah­re.

Foto: Mat­thi­as Bein

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