Ein offener Brief aus Quedlinburg wirbt für Unterstützung für das Zukunftsprojekt Morgenrot. Die Unterzeichner sehen die Welterbestadt angesichts wachsender Pflichtaufgaben, steigender Kosten und sinkender finanzieller Spielräume unter Druck. Sie warnen davor, dass ohne neue Einnahmen Einschnitte bei Kultur, Sport, sozialen Angeboten und dem Stadtbild drohen.
Nach Darstellung der Initiatoren geht es dabei nicht nur um ein einzelnes Vorhaben, sondern um die grundsätzliche Frage, wie handlungsfähig Quedlinburg in den kommenden Jahren bleibt. Genannt werden unter anderem Theater, Museen, Freizeitbäder, Stadtfeste, Angebote im Ökogarten und im Kulturzentrum Reichenstraße, die Unterstützung von Sportvereinen, die Harzer Tafel sowie der Erhalt des historischen Stadtbildes.
Streit um Entwicklung und Stillstand
Im Brief heißt es, Quedlinburg dürfe nicht zur Stadt der Blockade werden. Die Verfasser kritisieren eine grundsätzliche Ablehnung von Veränderungen und warnen, dass ausbleibende wirtschaftliche Entwicklung langfristig zu Kürzungen führen könne. Sie stellen das Projekt Morgenrot als möglichen Wachstumsimpuls dar, mit dem die Stadt wieder mehr finanziellen Handlungsspielraum gewinnen könnte.
Bedenken sollen geprüft werden
Zugleich betonen die Unterzeichner, dass Bedenken aus der Bürgerschaft ernst genommen werden müssten. Genannt werden insbesondere Fragen zum Welterbestatus sowie zum Natur- und Artenschutz. Nach Angaben im Brief sollen unabhängige Gutachten belastbare Lösungsansätze liefern, um diese Aspekte mit dem Projekt in Einklang zu bringen.
Die Verfasser bezeichnen Morgenrot als einmalige Chance für Stabilität und Zukunft. Erwartet würden Einnahmen von 7 bis 10 Millionen Euro pro Jahr. Das könne dazu beitragen, Quedlinburg wieder handlungsfähiger zu machen und die Lebensqualität in der Stadt zu sichern und weiterzuentwickeln. Verfasst wurde der offene Brief laut Dokument in Quedlinburg am 13. März 2026.



























