Die gesellschaftlichen Folgen der Friedlichen Revolution von 1989 stehen im Mittelpunkt eines Podiumsgesprächs in Quedlinburg. Unter dem Titel „DDR-Bürger – Opfer der eigenen Revolution?“ lädt die Partnerschaft für Demokratie Quedlinburg gemeinsam mit dem Aktionsbündnis für Demokratie am 2. März um 18.30 Uhr in die Bühne7 in der Marktstraße ein.
Als Gesprächspartner treten der Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk und der frühere Quedlinburger Oberbürgermeister sowie Bundestagsabgeordnete Dr. Eberhard Brecht auf. Die Moderation übernimmt Prof. Rainer Neugebauer. Im Anschluss ist eine offene Diskussion mit dem Publikum vorgesehen.
Blick auf Umbruch und Gegenwart
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk gilt als ausgewiesener Kenner der DDR-Geschichte und der Transformationsprozesse nach 1989/90. Er war langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stasi-Unterlagenbehörde und hat sich in zahlreichen Veröffentlichungen mit der Friedlichen Revolution, dem Zusammenbruch der DDR sowie den sozialen und mentalen Folgen der Nachwendezeit beschäftigt.
Gemeinsam mit Dr. Eberhard Brecht sollen zentrale Fragen diskutiert werden: Stand 1989 vor allem der Wunsch nach politischer Freiheit oder nach wirtschaftlichem Wohlstand im Vordergrund? Welche Erwartungen wurden erfüllt, welche blieben unerfüllt? Warum fühlen sich manche Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR bis heute politisch nicht ausreichend repräsentiert? Und weshalb wächst die Zustimmung zu populistischen und extremistischen Positionen?
Auch aktuelle Entwicklungen rücken in den Fokus. Diskutiert wird, ob die Demokratie in Deutschland angesichts gesellschaftlicher Polarisierung unter Druck gerät – und wie sie wieder attraktiver und vertrauenswürdiger gestaltet werden kann.
Die Veranstaltung findet am Montag, 2. März 2026, von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Bühne7 (Marktstraße 7) in Quedlinburg statt. Sie richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und soll Raum für Austausch und kontroverse Debatten bieten.






























