Pas­to­rin Vanes­sa Bethe offi­zi­ell in Bad Lau­ter­berg ein­ge­führt

Pas­to­rin Vanes­sa Bethe ist am Sonn­tag in einem fest­li­chen Got­tes­dienst in der St. Andre­as-Kir­che offi­zi­ell in ihre Pfarr­stel­le in Bad Lau­ter­berg ein­ge­führt wor­den. Super­in­ten­den­tin Ulri­ke Schim­mel­p­feng über­nahm die Ein­füh­rung und zeig­te sich erfreut über Bethes Ent­schei­dung für die Stadt.

Ganz neu ist die Pas­to­rin in Bad Lau­ter­berg aller­dings nicht. Seit mehr als vier Jah­ren ist Vanes­sa Bethe bereits vor Ort. Sie absol­vier­te dort ihren Pro­be­dienst, fei­er­te zahl­rei­che Andach­ten, tauf­te und trau­te Men­schen und beglei­te­te Gemein­de­mit­glie­der in unter­schied­li­chen Lebens­si­tua­tio­nen. Der­zeit befin­det sie sich in Teil­zeitel­tern­zeit und gestal­tet Got­tes­diens­te. Die wei­te­re Ver­tre­tung über­nimmt Pas­tor Uwe Rum­berg.

Auch pri­vat ist Bad Lau­ter­berg für Bethe und ihre Fami­lie längst zum Lebens­mit­tel­punkt gewor­den. Gemein­sam mit ihrem Ehe­mann Tho­mas und den Töch­tern Cla­ra und Stel­la hat sie in der Stadt ein Zuhau­se gefun­den. Aus anfäng­li­cher Skep­sis gegen­über einem Leben in Bad Lau­ter­berg sei inzwi­schen die Über­zeu­gung gewor­den, am rich­ti­gen Ort ange­kom­men zu sein.

Gemein­de als gemein­sa­me Auf­ga­be

In ihrer Pre­digt griff Bethe die Apos­tel­ge­schich­te 6 auf. Dar­in wächst die ers­te christ­li­che Gemein­de, muss sich zugleich aber mit Kon­flik­ten und unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen aus­ein­an­der­set­zen. Für Bethe ist das ein Bild dafür, dass Gemein­de­ar­beit nicht von einer ein­zel­nen Per­son getra­gen wer­den kann. Viel­mehr gehe es dar­um, Bega­bun­gen zu erken­nen, Ver­ant­wor­tung zu tei­len und Men­schen etwas zuzu­trau­en.

Als wei­te­res Bild für ihren pas­to­ra­len Dienst wähl­te Bethe das Was­ser. Ihr per­sön­li­cher Ein­füh­rungs­spruch stammt aus Jesa­ja 43,2 und beschreibt Got­tes Beglei­tung auf dem Weg durch Was­ser und Feu­er. Das Ele­ment Was­ser beglei­tet die Pas­to­rin nach eige­nen Wor­ten schon lan­ge – vom Schwim­men und Tau­chen über Unter­was­ser­rug­by bis zum Segeln mit ihren Eltern.

Auch Bad Lau­ter­berg sei mit der Oder und dem Wie­sen­be­ker Teich eng mit Was­ser ver­bun­den. Für Bethe steht es für Frei­heit, Bewe­gung und das Gefühl, getra­gen zu wer­den, zugleich aber auch für Unbe­re­chen­bar­keit. Got­tes Zusa­ge bedeu­te für sie des­halb nicht, vor Schwie­rig­kei­ten bewahrt zu blei­ben, son­dern in ihnen beglei­tet zu wer­den.

Ver­trau­en, Mut und Begeis­te­rung

Neben dem Was­ser spiel­te auch das Feu­er in der Pre­digt eine Rol­le. Wäh­rend Was­ser für das Getra­gen­wer­den ste­he, sym­bo­li­sie­re Feu­er Wär­me, Licht und Begeis­te­rung. Eine leben­di­ge Gemein­de brau­che nach Bethes Ver­ständ­nis bei­des: Ver­trau­en eben­so wie Mut und Lei­den­schaft.

Mit Freu­de und Respekt gehe sie nun in den neu­en Abschnitt ihres Diens­tes. Dabei wol­le sie nicht den Anspruch erhe­ben, alles allein bewäl­ti­gen zu müs­sen, son­dern auf die Gemein­schaft und den Glau­ben set­zen.

Nach dem Got­tes­dienst kamen zahl­rei­che Gäs­te zu einem Emp­fang im Gemein­de­haus zusam­men. Für Vanes­sa Bethe war der Tag zugleich Aus­druck einer Ent­wick­lung, die vor eini­gen Jah­ren noch nicht abseh­bar gewe­sen sei: Bad Lau­ter­berg ist für sie und ihre Fami­lie inzwi­schen zur Hei­mat gewor­den.

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