Die Städte Osterode am Harz und Steyr wollen ihre Zusammenarbeit bei der kommunalen Personalentwicklung dauerhaft fortsetzen. Vertreter beider Verwaltungen unterzeichneten dazu in der österreichischen Stadt ein Memorandum of Understanding.
Eine Delegation aus Osterode mit dem Ersten Stadtrat Maik Wächter, Fachbereichsleiter Dirk Schlegel und dem ehemaligen Stipendiaten Domenic Reich reiste zur Unterzeichnung nach Steyr. Bei dem Treffen blickten die Beteiligten auf die bisherige Kooperation zurück und berieten über deren weitere Entwicklung.
Austausch entstand aus persönlichen Kontakten
Die Verbindung zwischen den Stadtverwaltungen geht auf das Jahr 2014 zurück. Während seines Verwaltungsstudiums absolvierte Maik Wächter eine dreimonatige Fremdausbildung beim Magistrat der Stadt Steyr. Aus den dort entstandenen beruflichen und persönlichen Kontakten entwickelte sich eine feste Zusammenarbeit.
Im Jahr 2017 entstand daraus das Steyr-Stipendium. Seitdem absolvierten 16 Auszubildende und Studierende der Stadt Osterode ein vierwöchiges Praktikum in der österreichischen Kommunalverwaltung und deren Einrichtungen. Eingesetzt wurden sie jeweils in Bereichen, die zu ihren Ausbildungs- oder Studieninhalten passten.
Seit zwei Jahren findet der Austausch in beide Richtungen statt. Auch Nachwuchskräfte aus Steyr sammeln seitdem regelmäßig berufliche Erfahrungen in der Osteroder Stadtverwaltung.
Vereinbarung soll Partnerschaft langfristig sichern
Mit dem Memorandum verpflichten sich beide Verwaltungen, den fachlichen und interkulturellen Austausch fortzuführen. Die Zusammenarbeit soll auch bei personellen oder gesellschaftlichen Veränderungen Bestand haben und ein gemeinsames europäisches Verständnis fördern.
Maik Wächter bezeichnete die Partnerschaft als festen Bestandteil der Nachwuchskräfteentwicklung. Sie ermögliche jungen Menschen europäische Einblicke und stärke den fachlichen Austausch zwischen den Verwaltungen.
Wie sich das Programm auf die berufliche Entwicklung auswirken kann, zeigt das Beispiel von Domenic Reich. Er nahm während seines Studiums am Steyr-Stipendium teil und arbeitet heute im Bereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Osterode.
Austausch könnte auf weitere Beschäftigte ausgeweitet werden
Neben den bisherigen Praktika für Auszubildende und Studierende prüfen beide Städte eine Erweiterung der Kooperation. Perspektivisch könnten auch weitere Beschäftigtengruppen an Austauschprogrammen teilnehmen.
Damit sollen mehr Mitarbeitende internationale Erfahrungen sammeln, voneinander lernen und neue Impulse für ihre tägliche Verwaltungsarbeit gewinnen. Das unterzeichnete Memorandum bildet dafür die gemeinsame Grundlage.





























