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Neue All­ge­mein­ver­fü­gung im Harz: Mehr Frei­land für Geflü­gel, wei­ter stren­ge Hygie­ne

Im Land­kreis Harz wird die Stall­pflicht für Geflü­gel mit klei­ne­ren Bestän­den ab April gelo­ckert. Hal­te­rin­nen und Hal­ter dür­fen Hüh­ner, Fasa­ne, Lauf­vö­gel, Wach­teln, Enten und Gän­se wie­der im Frei­en hal­ten, sofern ins­ge­samt nicht mehr als 50 Tie­re auf dem Betrieb gehal­ten wer­den.

Regeln für Ver­an­stal­tun­gen mit Geflü­gel und Tau­ben

Unver­än­dert bleibt das Ver­bot von Aus­stel­lun­gen, Märk­ten und sons­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen mit Geflü­gel jeg­li­cher Art bestehen. Eine Aus­nah­me gilt für Ver­an­stal­tun­gen, bei denen aus­schließ­lich Tau­ben prä­sen­tiert wer­den. Die­se sind nach der neu­en All­ge­mein­ver­fü­gung, die zum 1. April in Kraft tritt, wie­der zuläs­sig.

Lage wei­ter ange­spannt – Virus­nach­wei­se im Harz

Trotz der Locke­rung stuft das Vete­ri­när­amt des Land­krei­ses Harz die Lage wei­ter­hin als ange­spannt ein. Hin­ter­grund sind aktu­el­le Nach­wei­se des Geflü­gel­pest­vi­rus bei Wild­vö­geln: So wur­de eine infi­zier­te Grau­gans am 19. März 2026 in Din­gel­stedt und eine Saat­gans am 22. März 2026 in Schlan­stedt gefun­den.

Das Fried­rich-Löff­ler-Insti­tut berich­tet in sei­ner Risi­ko­be­wer­tung vom 6. März 2026 von einer erneu­ten Zunah­me der Fall­zah­len bei Wild­vö­geln im Febru­ar. Es emp­fiehlt, den Schutz des Geflü­gels vor einem Virus­ein­trag und einer wei­te­ren Ver­brei­tung von HPA­IV-Infek­tio­nen zur obers­ten Prio­ri­tät zu machen. Dazu gehö­ren kon­se­quent umge­setz­te Bio­si­cher­heits­maß­nah­men sowie Über­wa­chungs- und Abklä­rungs­un­ter­su­chun­gen. In Regio­nen mit gehäuf­ten Fun­den infi­zier­ter Wild­vö­gel wird eine risi­ko­ba­sier­te Ein­schrän­kung der Frei­land­hal­tung von Geflü­gel emp­foh­len. Zudem soll­ten dort Hun­de ange­leint und der Frei­lauf von Kat­zen redu­ziert wer­den.

Kon­takt zum Vete­ri­när­amt bei kran­ken oder toten Vögeln

Wer kran­ke oder tote Wild­vö­gel oder Geflü­gel fin­det, wird gebe­ten, sich zu den Sprech­zei­ten an das Vete­ri­när­amt des Land­krei­ses Harz zu wen­den. Das Amt ist tele­fo­nisch unter 03941 5970–4489 und per E‑Mail an tierseuche@kreis-hz.de erreich­bar.

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