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Mit spit­zer Feder gegen Macht­miss­brauch: Kleists Klas­si­ker auf der Büh­ne

Mit Hein­rich von Kleists „Der zer­broch­ne Krug“ eröff­net das Schau­spiel Harz am 17. Janu­ar 2026 das neue Thea­ter­jahr im Gro­ßen Haus Hal­ber­stadt. Anlass ist der soge­nann­te „Art’s Bir­th­day“ – ein kurio­ser Welt­tag, der am sel­ben Datum gefei­ert wird. Regis­seu­rin Ros­ma­rie Vog­ten­hu­ber-Frei­tag bringt die klas­si­sche Komö­die in einer zeit­ge­mä­ßen, scharf gezeich­ne­ten Insze­nie­rung auf die Büh­ne.

Im Mit­tel­punkt steht Dorf­rich­ter Adam, der in eine aber­wit­zi­ge Gerichts­ver­hand­lung ver­strickt ist. Statt um den titel­ge­ben­den Krug geht es dabei bald um Amts­miss­brauch, Kor­rup­ti­on und Ver­tu­schung. Kleists Stück ent­larvt mit sprach­li­cher Bril­lanz ein gan­zes Sys­tem – und zeigt, wie zeit­los sei­ne The­men geblie­ben sind.

Viel­schich­ti­ge Figu­ren und star­ke Bil­der

Die Regie setzt auf eine kaf­ka­es­ke Gerichts­welt, in der die Prot­ago­nis­tin­nen und Prot­ago­nis­ten zwi­schen Macht und Moral gefan­gen sind. Eve, gespielt von Lui­sa Jäger, wird zur zen­tra­len Figur einer Intri­ge, die ihre Stim­me erst spät, aber wir­kungs­voll erhebt. Ste­fan Wer­ner Dick ver­kör­pert den schmie­ri­gen Rich­ter Adam, unter­stützt von Arnim Beu­tel als Schrei­ber Licht und Eric Eisen­ach als ener­gi­sche Mar­the Rull.

Das Spiel mit Komik, Abgrün­den und gesell­schaft­li­cher Kri­tik macht die Insze­nie­rung zu einem Thea­ter­abend mit Tief­gang. Eine Stück­ein­füh­rung durch die Regis­seu­rin beginnt um 18:45 Uhr im Foy­er. Der Vor­stel­lungs­be­ginn ist um 19:30 Uhr.

Wei­te­re Auf­füh­rungs­ter­mi­ne fol­gen unter ande­rem in Qued­lin­burg, Ibben­bü­ren und Bad Nenn­dorf. Kar­ten sind an den Thea­ter­kas­sen sowie online unter www.harztheater.de erhält­lich.

Foto: Eli­sa­beth Rawald

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