Mit der Operette Madame Pompadour bringt das Harztheater noch einmal französisches Flair des 18. Jahrhunderts auf die Bühne des Großen Hauses Halberstadt. Die Vorstellung am Sonntag, 17. Mai 2026, um 18 Uhr ist zugleich die letzte Gelegenheit in dieser Spielzeit, die Inszenierung in Halberstadt zu erleben.
Das Werk von Leo Fall, Rudolf Schanzer und Ernst Welisch zählt zu den bekanntesten Operetten des frühen 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die historische Figur der Madame Pompadour, die als offizielle Geliebte von König Ludwig XV. weit mehr war als nur eine Mätresse. Die Operette zeigt sie als kluge Strategin, politische Beraterin und selbstbewusste Frau, die sich am französischen Hof behauptet und gesellschaftliche Grenzen überschreitet.
Die Neuinszenierung des Harztheaters setzt auf opulente Bilder, humorvolle Dialoge und große musikalische Unterhaltung. Besonders die farbenprächtigen Rokoko-Kostüme und der überdimensionale Reifrock als zentrales Bühnenelement prägen das Bühnenbild. Die Geschichte führt vom höfischen Leben bis in das Pariser Zwielicht und verbindet Intrigen, Machtspiele und Liebesgeschichten mit bekannten Operettenmelodien.
Regisseur Nick Westbrock, der bereits mit der Erfolgsproduktion Shrek am Harztheater Aufmerksamkeit erregte, stellt vor allem die menschliche Seite der historischen Figur in den Mittelpunkt. Madame Pompadour erscheint in seiner Interpretation als Frau, die mit Witz, Charme und strategischem Geschick selbst schwierige Situationen meistert und dabei immer wieder zwischen den gesellschaftlichen Welten vermittelt.
Die musikalische Leitung übernimmt Harutyun Muradyan. Für die Ausstattung zeichnet Tom Grasshof verantwortlich. In der Titelrolle ist Jessey-Joy Spronk zu erleben. Zum Ensemble gehören außerdem unter anderem Gijs Nijkamp als König Ludwig XV., Max An als René, Amrei Wasikowski als Madeleine sowie Tobias Amadeus Schöner als Joseph Calicot.
Musikalisch verbindet die Operette französische Eleganz mit schwungvollen Melodien und pointierten Dialogen. Bekannte Titel wie Heut könnt einer sein Glück bei mir machen oder Joseph, ach Joseph, was bist du so keusch? gehören bis heute zu den populären Nummern des Genres.
Nach der Vorstellung in Halberstadt wird Madame Pompadour nur noch ein weiteres Mal am Sonntag, 31. Mai 2026, um 15 Uhr im Großen Haus Quedlinburg aufgeführt. Damit endet die aktuelle Spielzeit dieser Produktion.
Karten sind an den Theaterkassen in Halberstadt und Quedlinburg sowie online beim Harztheater erhältlich.
Foto: Ray Behringer































