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Lou­kas Mania­tis ver­ab­schie­det sich nach 37 Jah­ren von der VHS

Nach 37 Jah­ren been­det Lou­kas Mania­tis sei­ne Tätig­keit als Dozent für Neu­grie­chisch an der Kreis­volks­hoch­schu­le Oster­ode. Seit dem Herbst­pro­gramm 1989 war er dort regel­mä­ßig mit Sprach­kur­sen und Ange­bo­ten zur grie­chi­schen Lite­ra­tur ver­tre­ten. Unter­bro­chen wur­de sei­ne Lehr­tä­tig­keit nur durch die Coro­na-Zeit und eini­ge Jah­re Aus­lands­auf­ent­halt in Äthio­pi­en.

Mania­tis ist sei­ner grie­chi­schen Her­kunft bis heu­te eng ver­bun­den. Er liebt sei­ne Mut­ter­spra­che, die Land­schaft des Pelo­pon­nes und den ortho­do­xen Ritus. Zugleich fühlt er sich in Deutsch­land ange­kom­men. Nach dem Tod sei­nes Vaters zog er 1966 mit sei­ner Mut­ter zu sei­nen Brü­dern nach Baden-Würt­tem­berg, die dort als Gast­ar­bei­ter leb­ten. Zunächst arbei­te­te er in Blau­beu­ren, bevor er zum Mili­tär­dienst nach Grie­chen­land beru­fen wur­de.

Trotz sei­ner kri­ti­schen Hal­tung zur jün­ge­ren grie­chi­schen Ver­gan­gen­heit leis­te­te Mania­tis den Dienst in sei­ner Hei­mat ab. Spä­ter zog er nach Göt­tin­gen, stu­dier­te Ger­ma­nis­tik und Poli­tik, gab Deutsch­kur­se für Aus­län­der und unter­rich­te­te sei­ne Mut­ter­spra­che.

Lern­ge­mein­schaft und deutsch-grie­chi­scher Chor

In Göt­tin­gen lern­te Mania­tis auch sei­ne Frau ken­nen, mit der er spä­ter in Kat­zen­stein eine Fami­lie grün­de­te. Damit begann auch sei­ne lan­ge Ver­bin­dung zur Volks­hoch­schu­le. Aus einem Kurs her­aus ent­stand früh eine Stu­di­en­rei­se nach Grie­chen­land. Dar­aus ent­wi­ckel­te sich eine fes­te Lern­ge­mein­schaft, die bis heu­te den Kern sei­ner Grie­chisch­kur­se bil­det.

Weil Mania­tis im Unter­richt ger­ne Lie­der ein­setzt, um Spra­che leben­dig zu ver­mit­teln, ent­stand aus die­ser Grup­pe der deutsch-grie­chi­sche Chor „Parea“. Der Chor tritt inzwi­schen über­re­gio­nal auf, unter ande­rem in der Aegi­di­en­kir­che in Oster­ode, und unter­nahm auch Chor­rei­sen nach Kre­ta.

Mehr Zeit für Rei­sen und Fran­zö­sisch

Nach sei­ner letz­ten Neu­grie­chisch­stun­de will Mania­tis sei­ne Frei­zeit nut­zen, um Grie­chen­land inten­si­ver zu berei­sen. Außer­dem hat er Paris für sich ent­deckt. Der Volks­hoch­schu­le dürf­te er des­halb ver­bun­den blei­ben – künf­tig jedoch als Teil­neh­mer in Fran­zö­sisch­kur­sen.

Foto: Lou­kas Mania­tis mit dem Pro­gramm­heft Herbst 1989 und Ulri­ke Schmidt von der Geschäfts­stel­le der VHS in Oster­ode

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