Im Saal des KuZ Reichenstraße in Quedlinburg findet am Mittwoch, 27. Mai 2026, eine Lesung unter dem Titel Extremlagen statt. Beginn ist um 19 Uhr. Mit dabei sind Alexander Leistner, Manja Präkels und Barbara Thériault. Im Mittelpunkt stehen Reportagen aus einem neuen Deutschland.
Die Veranstaltung greift ein literarisch-soziologisches Projekt auf, das 2024 gestartet wurde. Dafür wurden die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault als Überlandschreiberinnen in ostdeutsche Regionen geschickt. Ziel war es, gesellschaftliche Stimmungen, verborgene Brüche und politische Kipppunkte sichtbar zu machen.
Manja Präkels besuchte zivilgesellschaftliche Initiativen und Brennpunkte in Brandenburg. Tina Pruschmann bereiste mit dem Fahrrad abgelegene Regionen im sächsischen Erzgebirge. Barbara Thériault arbeitete als Lokaljournalistin bei einer thüringischen Zeitung. Alexander Leistner folgte gesellschaftlichen Entwicklungslinien, deren Anfänge teils bis in die Zeit vor 1989 zurückreichen.
Die daraus entstandenen literarischen Reportagen beschäftigen sich mit der Normalisierung rechtsextremer Strukturen und Erzählungen, mit bedrohten Kulturvereinen und Gedenkstätten sowie mit Infrastrukturprojekten in Regionen des Umbruchs. Zugleich erzählen sie von Menschen, die wegsehen oder schweigen, und von jenen, die sich weiter für demokratische Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
Veranstalter ist die Regionalkoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Harzkreis. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 12 Euro, an der Abendkasse 15 Euro. Ermäßigte Karten für Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Inhaberinnen und Inhaber des Sozial- und Familienpasses kosten 7 Euro. Der Vorverkauf läuft über die QTM GmbH am Markt 4 in Quedlinburg sowie über die Bar Reiche in der Reichenstraße 1. Vorbestellungen für die Abendkasse sind über das KuZ Reichenstraße möglich.
Foto: Christina Schwarz, Christoph Voy, Wiko Maurice; Cover: Verbrecher Verlag






























