Die Stadt Osterode am Harz erweitert die persönliche Schutzausrüstung ihrer Freiwilligen Feuerwehren. Künftig steht den Einsatzkräften zusätzliche Schutzkleidung für Technische Hilfeleistungen und Vegetationsbrände zur Verfügung. Ziel ist es, den Arbeits- und Gesundheitsschutz insbesondere bei hohen Temperaturen und langandauernden Sommer-Einsätzen zu verbessern.
Die neu beschaffte Ausrüstung ist speziell für Einsätze im Außenbereich konzipiert. Sie kommt etwa bei Vegetationsbränden oder technischen Hilfeleistungen unter sommerlichen Bedingungen zum Einsatz. Im Vergleich zur herkömmlichen Einsatzkleidung ist sie leichter und atmungsaktiver. Dadurch soll die körperliche Belastung der Feuerwehrangehörigen bei großer Hitze deutlich reduziert werden.
Bürgermeister Jens Augat verweist auf die steigenden Anforderungen bei hohen Temperaturen. In klassischer Schutzkleidung erreichten Einsatzkräfte schneller ihre physischen Grenzen, die Einsatzdauer verkürze sich erheblich. Im Extremfall drohe bei zu langer Belastung ein Hitzeschock. Die neue, leichtere PSA erhöhe daher sowohl den Gesundheitsschutz als auch die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren.
Ergänzung zur bestehenden Standardausrüstung
Die zusätzliche Spezialausrüstung ergänzt die bisherige Standard-Schutzausrüstung, die weiterhin für reguläre Einsätze vorgesehen ist, einschließlich der Innenbrandbekämpfung mit Überbekleidung. Die neue PSA ist ausdrücklich für Einsatzlagen mit hoher Wärmebelastung gedacht.
Der Impuls für die Einführung einer speziellen Vegetationsbrand-PSA kam aus einer Arbeitsgruppe innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren. Die Stadtverwaltung griff diesen Vorschlag auf und setzte ihn in enger Abstimmung mit der Feuerwehrführung um. Für die Beschaffung sind insgesamt rund 240.000 Euro eingeplant. Die Investition erstreckt sich über die Jahre 2025 bis 2028 mit jeweils 60.000 Euro pro Jahr.
Weitere Investitionen und neue Dienstkleidung
Parallel dazu investiert die Stadt kontinuierlich in die reguläre persönliche Schutzausrüstung. Für Ersatzbeschaffungen und den Ausbau von Reserven stehen jährlich rund 30.000 Euro zur Verfügung. Hintergrund sind die umfangreichen Einsatzlagen der vergangenen Jahre, die einen erhöhten Bedarf an zusätzlicher Reserveausstattung gezeigt haben.
Zusätzlich wird eine neue Dienstkleidung für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren eingeführt. Der Stadtrat stellte dafür einstimmig rund 120.000 Euro bereit. Mit der neuen Dienstkleidung wird zugleich die aktuelle Feuerwehrverordnung umgesetzt.
Mit den Investitionen bekräftigt die Stadt ihr Bekenntnis zu einer modernen und leistungsfähigen Feuerwehr und würdigt zugleich das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte.
Foto: © Stadt Osterode am Harz





























