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Bun­des­wei­te Akti­on betont Teil­ha­be als Grund­recht für Men­schen mit Behin­de­rung

Die Lebens­hil­fe hat eine bun­des­wei­te Kam­pa­gne unter dem Titel Teil­ha­be ist Men­schen­recht gestar­tet. Hin­ter­grund sind zuneh­men­de Dis­kus­sio­nen über Ein­spa­run­gen bei der Ein­glie­de­rungs­hil­fe. Kom­mu­nen ver­wei­sen auf ange­spann­te Haus­halts­la­gen, zuletzt hat­te auch Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz die Kos­ten der Ein­glie­de­rungs­hil­fe kri­ti­siert. Bei Men­schen mit Behin­de­rung und ihren Fami­li­en wächst des­halb die Sor­ge vor mög­li­chen Leis­tungs­kür­zun­gen.

Mit der Kam­pa­gne will die Orga­ni­sa­ti­on deut­lich machen, wel­che Bedeu­tung die Ein­glie­de­rungs­hil­fe für eine gleich­be­rech­tig­te gesell­schaft­li­che Teil­ha­be hat. Ulla Schmidt, Bun­des­vor­sit­zen­de der Lebens­hil­fe und Bun­des­mi­nis­te­rin a. D., ver­weist auf den ver­fas­sungs­recht­li­chen Schutz: Nie­mand dür­fe wegen sei­ner Behin­de­rung benach­tei­ligt wer­den. Die Ein­glie­de­rungs­hil­fe sei Grund­la­ge für Teil­ha­be und kein ent­behr­li­cher Luxus. Kos­ten­stei­ge­run­gen sei­en vor allem auf Infla­ti­on, Tarif­ent­wick­lun­gen und stei­gen­de Fall­zah­len zurück­zu­füh­ren. Letz­te­re stün­den auch im Zusam­men­hang mit dem medi­zi­ni­schen Fort­schritt und der gestie­ge­nen Lebens­er­war­tung von Men­schen mit Behin­de­rung.

Ein­spar­mög­lich­kei­ten sieht die Lebens­hil­fe vor allem beim Abbau büro­kra­ti­scher Vor­ga­ben. Genannt wer­den län­ge­re Über­prü­fungs­in­ter­val­le beim indi­vi­du­el­len Hil­fe­be­darf sowie eine ver­ein­fach­te Leis­tungs­do­ku­men­ta­ti­on.

Im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les beginnt zudem eine neue Pha­se des seit Sep­tem­ber 2025 lau­fen­den Dia­log­pro­zes­ses zur Wei­ter­ent­wick­lung der Ein­glie­de­rungs­hil­fe zwi­schen Bund, Län­dern und Kom­mu­nen. Erst­mals sol­len auch Ver­bän­de betei­ligt wer­den. Die Bun­des­ver­ei­ni­gung Lebens­hil­fe kün­digt an, sich dort gegen Kür­zun­gen ein­zu­set­zen, die die Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung beein­träch­ti­gen wür­den.

Beglei­tend ruft die Orga­ni­sa­ti­on dazu auf, Inhal­te der Kam­pa­gne unter dem Hash­tag Teil­hab­eI­st­Men­schen­recht in sozia­len Netz­wer­ken zu ver­brei­ten. Auf ihrer Inter­net­sei­te stellt sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen sowie Mate­ria­li­en zur Ver­fü­gung, auch in Leich­ter Spra­che.

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