Mit der Premiere von Die Dreigroschenoper eröffnet das Harztheater am 14. März 2026 feierlich die 21. Landesbühnentage. Die Aufführung im Großen Haus Halberstadt bildet den Auftakt eines zweiwöchigen Theaterfestivals, bei dem 18 Landesbühnen aus ganz Deutschland ihre Produktionen präsentieren.
Klassiker von Brecht und Weill
Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht mit der Musik von Kurt Weill wurde 1928 uraufgeführt und entwickelte sich rasch zu einem Welterfolg. Grundlage war John Gays Beggar’s Opera aus dem Jahr 1728, die Elisabeth Hauptmann ins Deutsche übertrug und gemeinsam mit Brecht bearbeitete. Nun, fast hundert Jahre später, bringt das Harztheater das Werk in einer spartenübergreifenden Neuinszenierung von Schauspiel und Musiktheater auf die Bühne.
Im Zentrum steht die Geschichte um den Gangster Macheath, genannt Mackie Messer, und das Ehepaar Peachum, das vom Elend anderer profitiert. Themen wie Moral, Kapitalismus und gesellschaftliche Spannungen prägen das Stück, das mit Songs wie der Moritat von Mackie Messer Theatergeschichte schrieb.
Regieteam und Besetzung
Regie führt Frank Voigtmann, die Ausstattung verantwortet Hannah Hamburger. Die musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Johannes Rieger, der gemeinsam mit den Harzer Sinfonikern die bekannten Weill-Kompositionen zum Klingen bringt.
In den Hauptrollen sind unter anderem Eric Eisenach als Mackie Messer, Michael Rapke als Tiger Brown, Benédicté Hilbert als Polly sowie Regina Pätzer als Lucy zu erleben. Stefan Werner Dick und Chiaretta Schörnig verkörpern das Ehepaar Peachum. Zahlreiche weitere Ensemblemitglieder und die Statisterie des Harztheaters wirken an der Produktion mit.
Festival mit bundesweiter Beteiligung
Vor der Premiere eröffnet Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra die Landesbühnentage offiziell. Das Festival umfasst ein breites Spektrum von Musical über Klassiker und Tanz bis hin zu Kinderstücken und Schauspielsoli.
Weitere Aufführungen der Dreigroschenoper sind unter anderem in Halberstadt, Quedlinburg, Bernburg, Salzwedel und Güstrow geplant.
Foto: Harztheater





























