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Kund­ge­bung in Oster­ode erin­nert an Opfer des Holo­caust

Mit einer Kund­ge­bung auf dem Korn­markt wur­de in Oster­ode am Diens­tag dem Inter­na­tio­na­len Tag des Geden­kens an die Opfer des Holo­caust gedacht. Rund 120 Men­schen kamen laut Poli­zei zusam­men, um ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen und für die Ver­tei­di­gung demo­kra­ti­scher Wer­te zu set­zen.

Appel­le gegen Gleich­gül­tig­keit und Aus­gren­zung

Bür­ger­meis­ter Jens Augat erin­ner­te dar­an, dass auch in Oster­ode KZ-Außen­la­ger exis­tier­ten und Weg­se­hen weit ver­brei­tet war. Er beton­te die Aktua­li­tät des Geden­kens ange­sichts glo­ba­ler Ent­wick­lun­gen, in denen sich „Mus­ter der Macht, die sich von Wahr­heit lösen“, wie­der zeig­ten. Erin­ne­rung sei daher „kei­ne Stra­fe, son­dern eine Art Schutz­schild“.

Orga­ni­siert wur­de die Ver­an­stal­tung im Rah­men der Gedenk­wo­che von der Stadt Oster­ode, dem Kir­chen­kreis Har­zer Land, den „Omas gegen Rechts“ und wei­te­ren Initia­ti­ven. Pas­tor Johann-Hin­rich Wit­zel mode­rier­te die Ver­an­stal­tung, musi­ka­lisch beglei­tet von Richie Gui­tar.

War­nun­gen vor gesell­schaft­li­chem Kli­ma­wan­del

Super­in­ten­den­tin Ulri­ke Schim­mel­p­feng for­der­te, christ­li­che Wer­te nicht für poli­ti­sche Macht­in­ter­es­sen zu miss­brau­chen. Sie wand­te sich gegen die Abwer­tung von Ein­wan­dern­den und die poli­ti­sche Rhe­to­rik, die Demo­kra­tie gefähr­de. Deutsch­land sol­le stolz dar­auf sein, wenn Men­schen hier leben woll­ten – in einem Land mit Pres­se­frei­heit, Gleich­be­rech­ti­gung und gehei­men Wah­len.

Bri­git­te Mania­tis von den „Omas gegen Rechts“ erin­ner­te dar­an, dass der Weg nach Ausch­witz mit men­schen­ver­ach­ten­dem Den­ken begann. Sie kri­ti­sier­te das zuneh­men­de Kli­ma der Ver­ach­tung und appel­lier­te an die Anwe­sen­den, sich für Men­schen­rech­te und Demo­kra­tie ein­zu­set­zen.

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