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Kul­tur­be­fra­gung im Land­kreis Göt­tin­gen lie­fert wich­ti­ge Impul­se

Die ers­ten Ergeb­nis­se der Kul­tur­ent­wick­lungs­pla­nung im Land­kreis Göt­tin­gen sto­ßen bei der Mehr­heits­grup­pe aus SPD und Grü­nen im Kreis­tag auf gro­ße Zustim­mung. In der Sit­zung des Aus­schus­ses für Kul­tur, Sport und Part­ner­schaf­ten am 5. Febru­ar 2026 stell­te die Kreis­ver­wal­tung die Aus­wer­tung einer umfang­rei­chen Befra­gung zu Kunst und Kul­tur vor. Die Umfra­ge bil­det den Auf­takt für den von der Mehr­heits­grup­pe bean­trag­ten Pro­zess zur stra­te­gi­schen Wei­ter­ent­wick­lung der Kul­tur­ar­beit im Land­kreis.

An der Befra­gung betei­lig­ten sich mehr als 830 Kul­tur­ein­rich­tun­gen aus Stadt und Land­kreis Göt­tin­gen. 171 Kul­tur­schaf­fen­de nah­men zudem an einer ver­tie­fen­den Erhe­bung teil und lie­fer­ten damit wich­ti­ge Hin­wei­se für die kul­tur­po­li­ti­sche Arbeit im Kreis­tag.

Gro­ße Viel­falt, hohe Lebens­qua­li­tät

Die Aus­wer­tung zeigt ein dich­tes und viel­fäl­ti­ges Kul­tur­ange­bot in der Regi­on. Rund ein Drit­tel der Ange­bo­te fin­det im Stadt­ge­biet Göt­tin­gen statt, etwa zwei Drit­tel in den Gemein­den des Land­krei­ses. Die­se Viel­falt sei ein wesent­li­cher Fak­tor für die Lebens­qua­li­tät, betont die kul­tur­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Kreis­tags­frak­ti­on, Dag­mar Schla­peit-Beck. Der Erhalt die­ses Ange­bots sei daher ein zen­tra­les poli­ti­sches Ziel.

Auch Maria Gerl-Plein, Vor­sit­zen­de des Kul­tur­aus­schus­ses und kul­tur­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen im Kreis­tag, wür­digt das Enga­ge­ment der Kul­tur­schaf­fen­den. Vie­le von ihnen arbei­te­ten über­wie­gend ehren­amt­lich und hiel­ten das brei­te Kul­tur­ange­bot trotz schwie­ri­ger Rah­men­be­din­gun­gen auf­recht.

Jun­ge Men­schen wer­den kaum erreicht

Ein zen­tra­les Ergeb­nis der Befra­gung ist, dass Kin­der und Jugend­li­che vom bestehen­den Kul­tur­ange­bot bis­lang nur unzu­rei­chend ange­spro­chen wer­den. Beson­ders gering ist die Reich­wei­te bei Jugend­li­chen unter 15 Jah­ren, aber auch bei jun­gen Erwach­se­nen unter 30 Jah­ren. Dem­ge­gen­über errei­chen vie­le Ange­bo­te vor allem Men­schen über 60 Jah­re.

Vor die­sem Hin­ter­grund sehen die Kul­tur­schaf­fen­den es als vor­ran­gi­ges Ziel an, künf­tig ver­stärkt Kin­der und Jugend­li­che als Publi­kum und als akti­ve Kul­tur­ge­stal­ten­de zu gewin­nen.

Finan­zie­rung und Ehren­amt als größ­te Her­aus­for­de­run­gen

Als größ­te Pro­ble­me benen­nen die Ein­rich­tun­gen die unsi­che­re und auf­wen­di­ge Finan­zie­rung ihrer Arbeit. Vor allem die zeit­in­ten­si­ve Bean­tra­gung von För­der­mit­teln bin­det Res­sour­cen, die dann für die inhalt­li­che Arbeit feh­len. Hin­zu kom­men Schwie­rig­kei­ten bei der Gewin­nung von Ehren­amt­li­chen, der Gene­ra­tio­nen­wech­sel in den Ein­rich­tun­gen sowie die Suche nach geeig­ne­ten und bezahl­ba­ren Räu­men.

Aus Sicht der Mehr­heits­grup­pe sieht die Kreis­po­li­tik hier Gestal­tungs­spiel­räu­me. Ziel sei es, die Kul­tur­för­de­rung so wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, dass Büro­kra­tie redu­ziert und mehr Pla­nungs­si­cher­heit geschaf­fen wer­de. Gleich­zei­tig sol­le die Mög­lich­keit zur För­de­rung ein­zel­ner Pro­jek­te erhal­ten blei­ben.

Dis­kus­si­on in der Regi­on geplant

Die Ergeb­nis­se der Kul­tur­be­fra­gung sol­len nun in öffent­li­chen Work­shops im Land­kreis dis­ku­tiert und ver­tieft wer­den. Ein­ge­la­den sind Kul­tur­schaf­fen­de, Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und ‑poli­ti­ker. Die Kreis­po­li­tik erhofft sich davon wei­te­re Impul­se für die zukünf­ti­ge Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung.

Aus Sicht von SPD und Grü­nen lie­fern die Ergeb­nis­se eine wich­ti­ge Grund­la­ge für kom­men­de Ent­schei­dun­gen. Trotz begrenz­ter finan­zi­el­ler Spiel­räu­me müss­ten nun kla­re Schwer­punk­te gesetzt wer­den, um die Kul­tur im Land­kreis Göt­tin­gen zukunfts­fä­hig auf­zu­stel­len.

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