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Kri­mi­na­li­tät in Gos­lar 2025: Leich­ter Anstieg bei hoher Auf­klä­rungs­quo­te

Im Jahr 2025 ver­zeich­net die Poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik des Land­krei­ses Gos­lar eine leich­te Erhö­hung der Fall­zah­len um 2,93% auf ins­ge­samt 8.704 Delik­te. Nach einem Tief­stand im Vor­jahr ist auch die Auf­klä­rungs­quo­te gestie­gen – von 64,97% in 2024 auf 65,42%. Die Häu­fig­keits­zahl, die das Kri­mi­na­li­täts­auf­kom­men in Rela­ti­on zur Bevöl­ke­rung aus­drückt, liegt bei 6.866. Patrick Dehn­bos­tel, Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes Gos­lar, betont, dass der Land­kreis wei­ter­hin zu den sichers­ten Regio­nen in Nie­der­sach­sen zählt. Dies spie­ge­le sich in der sta­bi­len Fall­zahl und der gestie­ge­nen Auf­klä­rungs­quo­te wider.

Ein­zel­fall­ana­ly­se und spe­zi­fi­sche Delikt­ent­wick­lun­gen

In der Kate­go­rie der Tötungs­de­lik­te wur­de trotz eines sta­tis­ti­schen Anstiegs im Jahr 2025 nur ein voll­ende­tes Tötungs­de­likt im Stadt­teil Oker regis­triert. Die­ser Fall erreg­te gro­ßes media­les Inter­es­se. Auf­fäl­lig ist der Rück­gang bei Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung um 6,41%, wäh­rend die Ver­brei­tung von Kin­der­por­no­gra­fie um 22,22% zurück­ging. Doch die Zah­len im Bereich sexu­el­len Miss­brauchs von Kin­dern ver­dop­pel­ten sich auf 52 Fäl­le. Dehn­bos­tel erläu­tert, dass die­ser Anstieg auf pro­ak­ti­ve Poli­zei­ar­beit zurück­zu­füh­ren ist, die dar­auf abzielt, das Dun­kel­feld auf­zu­hel­len und somit den Schutz der Betrof­fe­nen zu ver­bes­sern und das Ent­de­ckungs­ri­si­ko für Täter zu erhö­hen.

Roh­heits­de­lik­te stie­gen leicht um 35 Fäl­le auf 1.802, mit einer bemer­kens­wert hohen Auf­klä­rungs­quo­te von 91,07%. Bei Raub­straf­ta­ten zeigt sich ein Anstieg um 50% auf 47 Delik­te, aller­dings auf einem nied­ri­gen Niveau mit einer Auf­klä­rungs­quo­te von 74,47%. Die all­ge­mei­ne Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät nahm um 68 Fäl­le auf 1.256 zu. Tages- und Woh­nungs­ein­brü­che stie­gen eben­falls, jedoch blie­ben 50% der Fäl­le im Ver­suchs­sta­di­um.

Effek­te der Can­na­bis-Lega­li­sie­rung und wei­te­re Ent­wick­lun­gen

Die Lega­li­sie­rung von Can­na­bis führ­te zu einem wei­te­ren Rück­gang der Betäu­bungs­mit­tel­kri­mi­na­li­tät mit 322 Delik­ten im Jahr 2025, ein signi­fi­kan­ter Rück­gang im Ver­gleich zu 710 Fäl­len im Jahr 2021. Wider­stän­de und tät­li­che Angrif­fe gegen Poli­zei­be­am­te gin­gen leicht zurück auf 61 Fäl­le. Straf­ta­ten im Schul­kon­text san­ken um 14,04%, wäh­rend Delik­te im Kon­text häus­li­cher Gewalt um 5,75% anstie­gen.

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit gilt wei­ter­hin Straf­ta­ten zum Nach­teil älte­rer Men­schen, ins­be­son­de­re dem Call­cen­ter-Betrug. Durch geziel­te Auf­klä­rungs­of­fen­si­ven und Sen­si­bi­li­sie­rung älte­rer Men­schen zei­gen sich Erfol­ge: Von 36 Fäl­len des Enkel­tricks waren nur sie­ben voll­endet, ähn­lich ver­hält es sich mit Anru­fen fal­scher Poli­zei­be­am­ter, von denen eben­falls nur sie­ben der 73 bekannt gewor­de­nen Fäl­le voll­endet waren.

Dehn­bos­tel resü­miert, dass die Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2025 das hohe Sicher­heits­ni­veau in der Regi­on Gos­lar bestä­tigt und die kon­se­quen­te Ermitt­lungs­ar­beit sowie prä­ven­ti­ve Maß­nah­men wei­ter­hin fort­ge­setzt und aus­ge­baut wer­den müs­sen, um die Sicher­heit nach­hal­tig zu fes­ti­gen.

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