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Kreis­eltern­rat for­dert mehr Gerech­tig­keit bei der Schü­ler­be­för­de­rung

Gos­lar (red). In der letz­ten Sit­zung des Aus­schus­ses für Bil­dung, Kul­tur und Sport in die­sem Jahr nahm unter dem Vor­sitz von Rena­te Lucksch die Dis­kus­si­on über die Ände­rung der im Land­kreis Gos­lar gel­ten­den Schü­ler­be­för­de­rungs­sat­zung brei­ten Raum ein. Den Anstoß dafür lie­fer­te ein Antrag des Kreis­eltern­ra­tes. Die­ser for­dert, die bis­he­ri­ge Sat­zung zu über­ar­bei­ten, um beim Anspruch auf Schü­ler­be­för­de­rung mehr Gerech­tig­keit zu schaf­fen.

So schla­gen die Kreis­eltern­ver­tre­ter eine ein­heit­li­che Kilo­me­ter­pau­scha­le von 2.000 Metern für die im Gos­la­rer Kreis­ge­biet woh­nen­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Pri­mar- und Sekun­dar­be­reichs I vor.  Fer­ner soll geprüft wer­den, inwie­weit auch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Sekun­dar­be­reichs II, der berufs­bil­den­den Schu­len sowie der Ersatz- und Ergän­zungs­schu­len im Sekun­dar­be­reich II ein­be­zo­gen wer­den könn­ten.

Als Begrün­dung für ihre For­de­run­gen führt der Kreis­eltern­rat unter ande­rem den Ver­gleich mit angren­zen­den Land­krei­sen an. Dort sei­en die Ent­fer­nungs­vor­ga­ben vom Wohn­ort zur Schu­le, die den Anspruch auf Schü­ler­be­för­de­rung aus­lö­sen, deut­lich gerin­ger. Im Land­kreis Gos­lar, so füh­ren es die Eltern­ver­tre­ter aus, gel­ten die höchs­ten Ent­fer­nungs­vor­ga­ben im Sekun­dar­be­reich I.

In ihrer Stel­lung­nah­me ver­weist die Ver­wal­tung wie­der­um dar­auf, dass eine Ver­rin­ge­rung oder der Weg­fall der Ent­fer­nungs­vor­ga­ben erheb­li­che Kos­ten­stei­ge­run­gen zur Fol­ge hät­te. Mit Blick auf die künf­ti­ge Haus­halts­ent­wick­lung gel­te es hier genau abzu­wä­gen. Je nach Aus­wei­tung der Anspruchs­be­rech­ti­gung der Schü­ler­be­för­de­rung könn­ten die jähr­li­chen Kos­ten von heu­te rund 1,4 Mil­lio­nen Euro auf bis zu 5,4 Mil­lio­nen Euro stei­gen. Ers­ter Kreis­rat Frank Dreß­ler brach­te mehr­fach zum Aus­druck, dass sich auch die Poli­tik fra­gen müs­se, was man sich noch leis­ten kann und will.

Der Kri­tik des Kreis­eltern­ra­tes, dass die Ein­füh­rung des Deutsch­land­ti­ckets als Ersatz für die bis­he­ri­ge Schü­ler­sam­mel­zeit­kar­te unge­recht sei und für Benach­tei­li­gung sor­ge, pflich­te­te Ers­ter Kreis­rat Dreß­ler bei: „Auch wir emp­fin­den die­se Rege­lung als unfair. So haben wir das auch gegen­über dem Regio­nal­ver­band Braun­schweig vor der Ein­füh­rung kom­mu­ni­ziert. Unse­re War­nun­gen wur­den aber nicht wei­ter berück­sich­tigt.“

Dem Vor­schlag der Ver­wal­tung, die Über­ar­bei­tung der Schü­ler­be­för­de­rungs­sat­zung in eine Arbeits­grup­pe zu über­füh­ren und mög­li­che Ände­run­gen auch unter Ein­be­zie­hung der Ver­kehrs­trä­ger im Detail zu dis­ku­tie­ren, konn­te der Aus­schuss am Ende fol­gen. Der Antrag des Kreis­eltern­ra­tes wur­de als behan­delt wei­ter­ge­ge­ben. Peg­gy Plett­ner-Voigt als Vor­sit­zen­de des Kreis­eltern­ra­tes behält sich nach eige­nem Bekun­den jedoch das Ein­brin­gen eines Ände­rungs­an­tra­ges zur nächs­ten Sit­zung des Kreis­aus­schus­ses vor. Damit will sie die Wah­rung von Fris­ten gewähr­leis­ten. Die geän­der­te Sat­zung soll zum Schul­jahr 2025/26 in Kraft tre­ten.

 

 

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