Anzeige

Kom­mu­nen am Limit: Oster­ode for­dert mehr Unter­stüt­zung von Bund und Län­dern

Oster­ode am Harz betei­ligt sich am bun­des­wei­ten Akti­ons­tag Kom­mu­nen am Limit. Städ­te, Land­krei­se und Gemein­den machen damit auf die ange­spann­te Finanz­la­ge der Kom­mu­nen auf­merk­sam und for­dern Bund und Län­der zu schnel­lem Han­deln auf.

Zu dem Akti­ons­tag haben der Deut­sche Städ­te­tag, der Deut­sche Land­kreis­tag sowie der Deut­sche Städ­te- und Gemein­de­bund gemein­sam auf­ge­ru­fen. Hin­ter­grund ist die aus Sicht der Kom­mu­nen dra­ma­ti­sche Ent­wick­lung der öffent­li­chen Haus­hal­te. Das kom­mu­na­le Defi­zit lag 2025 bun­des­weit bei rund 30 Mil­li­ar­den Euro und erreich­te damit einen his­to­ri­schen Höchst­stand.

Eine wesent­li­che Ursa­che sehen die Kom­mu­nen in stei­gen­den Sozi­al­aus­ga­ben. Die­se Auf­ga­ben müs­sen Städ­te, Land­krei­se und Gemein­den erfül­len, obwohl Vor­ga­ben und Stan­dards in der Ver­gan­gen­heit wei­ter aus­ge­wei­tet wur­den.

Fol­gen für Ange­bo­te vor Ort

Die Finanz­kri­se wirkt sich nach Anga­ben der Stadt direkt auf das Leben vor Ort aus. Betrof­fen sein kön­nen unter ande­rem die Instand­hal­tung von Schu­len, Biblio­the­ken und Schwimm­bä­dern, Kul­tur- und Sport­an­ge­bo­te, Wirt­schafts­för­de­rung sowie sozia­le Ange­bo­te.

Bür­ger­meis­ter Jens Augat betont, dass staat­li­ches Han­deln vor allem in Städ­ten und Gemein­den sicht­bar wer­de. Wenn finan­zi­el­le Spiel­räu­me klei­ner wür­den, gerie­ten not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen zuneh­mend unter Druck. Für eine zukunfts­fä­hi­ge Ent­wick­lung der Kom­mu­nen brau­che es ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen und aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Mit­tel.

For­de­run­gen an Bund und Län­der

Die Kom­mu­nen und ihre Spit­zen­ver­bän­de for­dern, das kom­mu­na­le Finan­zie­rungs­de­fi­zit voll­stän­dig zu besei­ti­gen. Genannt wer­den unter ande­rem eine jähr­li­che Sofort­hil­fe, ein höhe­rer kom­mu­na­ler Anteil an den Gemein­schafts­steu­ern sowie Refor­men in den sozia­len Siche­rungs­sys­te­men.

Zudem soll der Grund­satz Wer bestellt, bezahlt auch kon­se­quent gel­ten. Auf­ga­ben­über­tra­gun­gen oder Aus­wei­tun­gen durch Bund und Län­der müss­ten voll­stän­dig und dau­er­haft finan­zi­ell aus­ge­gli­chen wer­den. Nur so kön­ne der Staat vor Ort hand­lungs­fä­hig blei­ben.

Foto: © Stadt Oster­ode am Harz

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige