Das Harztheater bringt im September 2026 erneut Umberto Ecos Mittelalter-Krimi „Der Name der Rose“ auf die Bühne. Als Spielort dient die Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg, ein bedeutendes Baudenkmal an der Straße der Romanik. Bereits in der Vergangenheit begeisterte das Stück zahlreiche Besucher – zuletzt von 2013 bis 2019, bevor umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Schlossberg begannen.
Theaterstück vor sakraler Kulisse
Die eindrucksvolle Architektur der Stiftskirche bildet den Rahmen für eine Inszenierung, die das Publikum in das 14. Jahrhundert versetzt. Im Zentrum steht der Franziskanermönch William von Baskerville, der gemeinsam mit seinem Schüler Adson von Melk eine mysteriöse Mordserie in einer abgelegenen Abtei aufklärt. Dabei geraten die Figuren in einen Strudel aus religiösen Machtkämpfen, politischen Konflikten und philosophischen Fragestellungen.
Aktuelle Themen in historischer Erzählung
Die Bühnenfassung basiert auf der Übersetzung von Burkhardt Kroeber und wurde von Claus J. Frankl eingerichtet sowie von Rosmarie Vogtenhuber-Freitag bearbeitet. Die Geschichte greift zentrale Themen wie Wissen, Glauben und Verantwortung auf. Im Mittelpunkt steht ein verbotenes Buch, das durch Humor Angst überwinden und Machtstrukturen infrage stellen könnte. Damit bleibt der Stoff auch heute gesellschaftlich relevant.
Besetzung und Mitwirkende
Für die Neuaufnahme übernimmt der Schweizer Schauspieler Stefan Werner Dick die Rolle des William von Baskerville. Eric Eisenach verkörpert den Inquisitor Bernardo Gui. Julia Siebenschuh wird als Salvatore zu sehen sein. Neben dem Ensemble des Harztheaters ist erneut ein großer Mönchschor Teil der Inszenierung. Interessierte Sängerinnen und Sänger können sich für das Gregorianik-Ensemble bewerben.
Termine und Tickets
Die Vorstellungen finden vom 4. bis 13. September 2026 an mehreren Abenden statt. Tickets sind online sowie an den Theaterkassen in Halberstadt und Quedlinburg erhältlich. Die Preise betragen je nach Wochentag 40 oder 42 Euro. Weitere Informationen zur Aufführung und zum Veranstaltungsort sind auf den Webseiten des Harztheaters und der Domschatzverwaltung zu finden.
Foto: Harztheater



























