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Kara­te­ka der Budo Sport­schu­le Gos­lar e.V. hat sich für die Welt- meis­ter­schaft qua­li­fi­ziert

Gos­lar (red). Für den 17-jäh­ri­gen Maxi­mi­li­an Pfen­nig war der 3. August 2024 ein beson­de­rer Tag. Dem Nach­wuchs­ta­lent und Aus­hän­ge­schild der Budo Sport­schu­le Gos­lar e. V. fehl­te nur noch ein wich­ti­ger Schritt bis zur Qua­li­fi­ka­ti­on für die Kara­te-Welt­meis­ter­schaft der Junio­ren in der Kum­ite-Dis­zi­plin (Frei­kampf).

Bis zu die­ser beson­de­ren Chan­ce war es ein wei­ter Weg, für den der jun­ge Mann viel Zeit und Schweiß inves­tiert sowie man­ches Hin­der­nis über­wun­den hat. Pfen­nig trai­niert nicht nur täg­lich Kara­te und die für sein Niveau nöti­ge Fit­ness, son­dern lässt sich auch kei­ne Mög­lich­keit ent­ge­hen, an natio­na­len und inter­na­tio­na­len Tur­nie­ren teil­zu­neh­men. Wie regel­mä­ßig berich­tet, steht Maxi­mi­li­an Pfen­nig in den meis­ten Fäl­len am Ende des Tur­niers auf dem Trepp­chen und darf eine Medail­le ent­ge­gen­neh­men. Beson­ders ist nicht nur die Regel­mä­ßig­keit der Titel, son­dern auch, dass er Erfol­ge in ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen (Kata und Kum­ite) sowie Alters­klas­sen erzielt.

Die­se kon­ti­nu­ier­li­chen Plat­zie­run­gen und Erfol­gen waren auch eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für die WM-Qua­li­fi­ka­ti­on. Denn ins­be­son­de­re auf den gro­ßen Tur­nie­ren hat er die erfor­der­li­chen Punk­te erkämpft, um zur Grup­pe der poten­zi­el­len WM-Teil­neh­mer zu gehö­ren.

Einen gro­ßen Bei­trag dazu hat zuletzt auch der drit­te Platz bei der Deut­schen Meis­ter­schaft die­ses Jah­res bei­getra­gen, den er sogar in der nächst­hö­he­ren Alters­klas­se (U21) erziel­te.

Die her­aus­ra­gen­den Leis­tun­gen sind nicht nur bei sei­nen Kon­tra­hen­ten, son­dern auch bei den Lan­des- und Bun­des­trai­nern bekannt, für die Maxi­mi­li­an Pfen­nig auf Tur­nie­ren schon längst eine bekann­te Grö­ße ist.

Mit sei­nen guten Leis­tun­gen ist er aber nicht allei­ne, son­dern ande­re Kara­te­ka haben ähn­lich gute Leis­tun­gen gezeigt und ent­spre­chen­de Punk­te gesam­melt. Eine Fest­le­gung der Kämp­fer zur Qua­li­fi­ka­ti­on für die Welt­meis­ter­schaft und damit ein­her­ge­hend die Auf­nah­me in den Bun­des­ka­der allei­ne über die Punkt­zahl war daher nicht mög­lich.

Aus die­sem Grund fand am 03. August 2024 das soge­nann­te „Aus­kämp­fen“ statt. Dabei tra­ten die poten­zi­el­len WM-Teil­neh­mer gegen­ein­an­der an, um im direk­ten Ver­gleich die bes­ten Kämp­fer zu iden­ti­fi­zie­ren – und damit die WM-Teil­neh­mer. Für Maxi­mi­li­an Pfen­nig stand also, kurz vor Erfül­lung sei­nes lang­jäh­ri­gen Traums, viel auf dem Spiel. Zur direk­ten Vor­be­rei­tung auf die­sen Tag stand ihm sein Ver­eins­ka­me­rad Ali­re­za Ajd­a­di als Spar­rings­part­ner zur Sei­te, der als ehe­ma­li­ger Asi­en­meis­ter und Junio­ren-Welt­meis­ter für den Iran auch über ent­spre­chen­de Erfah­rung ver­fügt.

Mit der gro­ßen Anspan­nung konn­te Pfen­nig dank sei­ner immensen Erfah­rung gut umge­hen. In sei­nen Begeg­nun­gen zeig­te er wenig Ner­ven, son­dern gewohnt tak­tisch klu­ge Kämp­fe und erziel­te mit schö­nen Tech­ni­ken die für den Sieg benö­tig­ten Tref­fer­punk­te. Pfen­nig konn­te die Kämp­fe gegen sei­ne direk­ten Kon­tra­hen­ten alle für sich ent­schei­den.

Damit sicher­te sich Pfen­nig auf beein­dru­cken­de Art und Wei­se den begehr­ten Platz für die Teil­nah­me an der Kara­te-Welt­meis­ter­schaft der Junio­ren. Durch die­se Qua­li­fi­ka­ti­on wur­de er umge­hend in den Nach­wuchs-Bun­des­ka­der beru­fen und erhält ent­spre­chen­den Zugang zu spe­zi­el­len Trai­nings­ein­hei­ten mit der deut­schen Kara­te-Eli­te.

Für Maxi­mi­li­an Pfen­nig erfüllt sich damit ein gro­ßer Traum, auf den er jah­re­lang gezielt, ambi­tio­niert und mit star­kem Durch­hal­te­ver­mö­gen hin­trai­niert hat. Ent­spre­chend stolz sind sei­ne Fami­lie und die Ver­eins­ka­me­ra­den auf das Nach­wuchs­ta­lent. Für den Vor­sit­zen­den und Sen­s­ei Akay Özd­emir (8. Dan) ist dies auch ein beson­de­rer Moment, da er Pfen­nig vom Kin­des­al­ter an eng beglei­tet und zu dem her­aus­ra­gen­den Kara­te­ka aus­ge­bil­det hat, der Pfen­nig heu­te ist.

Özd­emir, der als Ath­let und ehe­ma­li­ger Natio­nal­trai­ner der Tür­kei auch beson­de­re Qua­li­fi­ka­tio­nen und Erfol­ge auf inter­na­tio­na­lem Niveau vor­wei­sen kann, hat das Talent in sei­nem Schütz­ling bereits früh erkannt: „Maxi­mi­li­an hat sich schon in sei­nen Anfangs­zei­ten als Kind im Trai­ning immer gut prä­sen­tiert. Mit sei­ner Kon­zen­tra­ti­on, schnel­len Auf­fas­sungs­ga­be und vor allem sei­nem star­ken Wil­len hat er schnell gro­ße Fort­schrit­te erzielt. Er hat immer von sich aus mehr gemacht als erfor­der­lich und hat zusätz­li­che Übun­gen und Trai­nings­ein­hei­ten ein­ge­for­dert. In den letz­ten Jah­ren hat sich das zuneh­mend inten­si­viert und sei­ne Erfol­ge bei natio­na­len Tur­nie­ren und die Atmo­sphä­re bei der Teil­nah­me an inter­na­tio­na­len Tur­nie­ren haben ihn immer wei­ter moti­viert. Mit der WM-Qua­li­fi­ka­ti­on ist er der ers­te Kara­te­ka aus Gos­lar, der so eine gro­ße Leis­tung voll­bracht hat. Dem­entspre­chend bin ich sehr stolz auf ihn und weiß, dass er sich die­sen Erfolg durch Fleiß und Ehr­geiz auch abso­lut ver­dient hat. Für die Budo Sport­schu­le Gos­lar e. V. ist Maxi­mi­li­an ein gro­ßes Aus­hän­ge­schild für das hohe Niveau, das bei uns im Ver­ein erreicht wer­den kann.“

Wer Maxi­mi­li­an Pfen­nig kennt, weiß, dass er sich auf die­sem Mei­len­stein nicht aus­ruht, son­dern zusätz­lich moti­viert ist und noch inten­si­ver und här­ter trai­nie­ren wird. Denn allei­ne schon die Teil­nah­me bei der Junio­ren-Welt­meis­ter­schaft ist zwar schon beacht­lich, aber er tritt bei Tur­nie­ren immer mit dem Ziel einer Plat­zie­rung an.

Foto: BSG

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