Nach den jüngsten Ereignissen in der spanischen Exklave Ceuta fordert die Junge Union Sachsen-Anhalt einen stärkeren Schutz der europäischen Außengrenzen. Der Landesverband verlangt von der Bundesregierung, Spanien zusätzliche Unterstützung durch die Bundespolizei anzubieten und sich für eine Verstärkung der Frontex-Einsätze einzusetzen.
Nach Ansicht der Jungen Union ist ein wirksamer Außengrenzschutz eine Voraussetzung für den Erhalt des Schengen-Raums mit offenen Binnengrenzen. Alle EU-Mitgliedstaaten müssten ihrer Verantwortung für die gemeinsamen Grenzen gerecht werden. Bei dauerhaft unzureichender Sicherung dürften nach Auffassung des Verbandes auch politische und finanzielle Konsequenzen nicht ausgeschlossen werden.
Zugleich betont die CDU-Nachwuchsorganisation, dass Schutzsuchende ein rechtsstaatliches Asylverfahren erhalten müssten. Menschen ohne anerkannten Schutzanspruch sollten Europa nach Abschluss des Verfahrens wieder verlassen.
Zustimmung zu längeren Grenzkontrollen
Die Junge Union begrüßt die Ankündigung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die Kontrollen an den deutschen Grenzen über Mitte September 2026 hinaus fortzuführen. Der Verband hält nationale Grenzkontrollen so lange für erforderlich, wie der Schutz der europäischen Außengrenzen aus seiner Sicht nicht ausreichend gewährleistet ist.
Auch das Gemeinsame Europäische Asylsystem müsse sich nach Ansicht der Jungen Union daran messen lassen, ob europäisches Recht an den Außengrenzen durchgesetzt und irreguläre Einreisen begrenzt werden.
Der Landesvorsitzende Nico Elsner warnte vor einer Wiederholung der Entwicklungen des Jahres 2015. Er bezeichnete den Schutz der Außengrenzen als wesentliche Voraussetzung für Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und den Fortbestand offener Grenzen innerhalb Europas. Elsner steht seit Mai 2025 an der Spitze der Jungen Union Sachsen-Anhalt.
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