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Jun­ge Uni­on for­dert schnel­le Ren­ten­re­form nach Kom­mis­si­ons­be­richt

Die Jun­ge Uni­on Sach­sen-Anhalt for­dert nach der Vor­la­ge des Abschluss­be­richts der Ren­ten­kom­mis­si­on eine zügi­ge Umset­zung der vor­ge­schla­ge­nen Refor­men. Die Nach­wuchs­or­ga­ni­sa­ti­on der CDU sieht dar­in die Chan­ce für eine der umfas­sends­ten Refor­men des deut­schen Ren­ten­sys­tems seit Jahr­zehn­ten.

Nach Auf­fas­sung der Jun­gen Uni­on muss die Bun­des­re­gie­rung die Emp­feh­lun­gen der Kom­mis­si­on voll­stän­dig auf­grei­fen und zeit­nah umset­zen. Die Orga­ni­sa­ti­on ver­weist dar­auf, sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren inten­siv für mehr Gene­ra­tio­nen­ge­rech­tig­keit ein­ge­setzt zu haben.

Lan­des­vor­sit­zen­der Nico Els­ner erklär­te, die Emp­feh­lun­gen der Ren­ten­kom­mis­si­on zeig­ten einen trag­fä­hi­gen Weg, um das Ren­ten­sys­tem lang­fris­tig sta­bil und gene­ra­tio­nen­ge­recht auf­zu­stel­len. Ent­schei­dend sei, die Maß­nah­men zügig und als Gesamt­pa­ket umzu­set­zen. Halb­her­zi­ge Lösun­gen wür­den weder heu­ti­gen Rent­ne­rin­nen und Rent­nern noch jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen hel­fen.

Kapi­tal­ge­deck­te Vor­sor­ge und Nach­hal­tig­keits­fak­tor

Zu den aus Sicht der Jun­gen Uni­on wich­tigs­ten Vor­schlä­gen zäh­len der Ein­stieg in eine kapi­tal­ge­deck­te Alters­vor­sor­ge nach schwe­di­schem Vor­bild, die Wie­der­ein­set­zung und Erhö­hung des Nach­hal­tig­keits­fak­tors sowie eine stär­ke­re Berück­sich­ti­gung der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung.

Dar­über hin­aus spricht sich die Orga­ni­sa­ti­on für eine Kopp­lung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters an die Lebens­er­war­tung aus. Auch die Abschaf­fung der soge­nann­ten Ren­te mit 63, sozia­le Här­te­fall­re­ge­lun­gen für gesund­heit­lich belas­te­te Men­schen und die Finan­zie­rung ver­si­che­rungs­frem­der Leis­tun­gen aus dem Bun­des­haus­halt gehö­ren zu den For­de­run­gen.

Gesamt­pa­ket statt ein­zel­ner Maß­nah­men

Nach Ansicht der Jun­gen Uni­on kön­nen die Reform­vor­schlä­ge nur im Zusam­men­spiel ihre vol­le Wir­kung ent­fal­ten. Die Bun­des­re­gie­rung dür­fe die Emp­feh­lun­gen des­halb nicht auf ein­zel­ne Punk­te redu­zie­ren.

Die Orga­ni­sa­ti­on for­dert eine umfas­sen­de Reform, um das Ren­ten­sys­tem lang­fris­tig zu sta­bi­li­sie­ren und heu­ti­gen wie künf­ti­gen Gene­ra­tio­nen Pla­nungs­si­cher­heit zu geben. Die Bun­des­re­gie­rung habe ange­kün­digt, noch in die­sem Jahr eine Ren­ten­re­form auf Grund­la­ge der Emp­feh­lun­gen der Kom­mis­si­on vor­zu­le­gen. Aus Sicht der Jun­gen Uni­on soll­ten die Eck­punk­te noch vor Beginn der par­la­men­ta­ri­schen Som­mer­pau­se im Kabi­nett beschlos­sen wer­den.

Foto: JU

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