Der Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) und die Stadt Goslar sind seit 64 Jahren eng verbunden. Doch was genau steckt hinter dem traditionsreichen Treffen? Um dies jungen Menschen näherzubringen, fand eine Diskussionsrunde im Ratsgymnasium Goslar statt, die gezielt Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 12 und 13 ansprach.
VGT-Präsident Prof. Dr. Ansgar Staudinger stellte sich dabei den Fragen der Jugendlichen und gab anhand anschaulicher Beispiele Einblicke in seinen beruflichen Werdegang sowie die Themen des diesjährigen Verkehrsgerichtstags. Rund 1.800 Teilnehmende seien aktuell in der Stadt, erläuterte Staudinger. In acht Arbeitskreisen werden Empfehlungen zu verkehrsrechtlichen Fragestellungen erarbeitet – als Impulse für Gesetzgeber und Praxis.
Breites Themenspektrum und reges Interesse
Diskutiert werden dabei unter anderem die Durchsetzung von Sanktionen bei Verkehrsverstößen in der EU, die Nutzung von Fahrrädern und Pedelecs unter Alkoholeinfluss, Ablenkung durch Handys am Steuer, Anforderungen an die Führerscheinprüfung und der Umgang mit Drohnen im Luftraum. Besonders großes Interesse zeigten die Jugendlichen an der Frage, warum der Führerschein so teuer ist und viele Prüflinge durchfallen. Auch Themen wie europäische Vergleichswerte, Ausbildungskosten und der mögliche Einsatz von Simulatoren wurden aufgegriffen.
Prävention und Verantwortung im Straßenverkehr
Zum Thema „Rauschfrei Fahren“ sprach Helmut Trentmann, Leitender Oberstaatsanwalt a. D. und Präsident des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS). Erst kürzlich war Prof. Dr. Staudinger für seine Verdienste um die Verkehrssicherheit mit der Goldenen Medaille des BADS ausgezeichnet worden. Den Schülern gab Trentmann einen praktischen Tipp mit auf den Weg: Mithilfe einer Münze, die beidseitig mit „Du fährst“ und „Ich fahre“ beschriftet ist, könne im Freundeskreis einfach entschieden werden, wer nach einer Feier nüchtern bleibt und fährt.
Foto: Stadt Goslar




























