Rund 50 Jugendliche haben sich Mitte April in Herzberg am Harz aktiv in die Stadtentwicklung eingebracht. Bei der ersten Jugendversammlung im Martin-Luther-Haus diskutierten sie, was ihnen in ihrer Heimat wichtig ist und welche Veränderungen sie sich wünschen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Stadt für junge Menschen attraktiver gestaltet werden kann. Unter dem Motto „Herzlich Willkommen“ wurde die Versammlung als interaktive Ideenwerkstatt angelegt. Organisiert wurde sie von der Stadtjugendpflege gemeinsam mit weiteren Akteuren aus Verwaltung und Projekten.
Einstieg mit Austausch und Bestandsaufnahme
Zum Auftakt sorgte ein interaktives Spiel für Bewegung und erste Diskussionen. Die Teilnehmenden positionierten sich zu Fragen rund um Freizeit, Engagement und Zukunftspläne. Dabei wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven sind – etwa bei der Frage, ob sie langfristig in Herzberg bleiben möchten oder nicht.
In einer anschließenden Arbeitsphase hielten die Jugendlichen an Stellwänden fest, was sie an ihrer Stadt schätzen und wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Besonders im Fokus stand die Frage, welche Veränderungen sie als Bürgermeisterin oder Bürgermeister zuerst umsetzen würden.
Wünsche nach mehr Angeboten und besserer Infrastruktur
Zu den zentralen Anliegen zählen eine belebte Innenstadt mit mehr Einkaufs- und Essensmöglichkeiten sowie ein Jugendcafé. Auch zusätzliche Veranstaltungen und frei zugängliche Sportflächen wurden genannt. Darüber hinaus wünschen sich viele bessere Bus- und Zugverbindungen.
Im öffentlichen Raum sehen die Jugendlichen ebenfalls Verbesserungsbedarf. Genannt wurden unter anderem mehr Beleuchtung, zusätzliche Sitzmöglichkeiten und eine bessere Ausstattung mit Mülleimern.
Konkrete Ideen in Workshops vertieft
In thematischen Arbeitsgruppen wurden die Vorschläge weiter ausgearbeitet. Dabei ging es unter anderem um die Ausstattung von Sportanlagen, die Planung von Veranstaltungen sowie Fragen der nachhaltigen Mobilität und des Klimaschutzes.
Zum Abschluss priorisierten die Teilnehmenden ihre wichtigsten Themen. Viele von ihnen erklärten sich bereit, an der weiteren Umsetzung mitzuwirken. Die Ergebnisse der Versammlung sollen damit nicht folgenlos bleiben, sondern in konkrete Projekte münden.
Positive Bilanz und Blick nach vorn
Nach einem gemeinsamen Abschluss endete die Veranstaltung mit einer positiven Bilanz. Die Stadt konnte zahlreiche Anregungen aufnehmen und zugleich erleben, dass viele Jugendliche bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Ideen einzubringen.




























