Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs belasten Deutschland zunehmend. Die Konjunkturaussichten trüben sich weiter ein. Zudem leidet die deutsche Wirtschaft massiv unter steigenden Energiekosten und Bürokratie, die Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit entziehen.
Bundesregierung erwartet deutliche Abschwächung
Nach einem überraschend starken Jahresauftakt erwartet die Bundesregierung nun eine spürbare Abschwächung der Wirtschaft im zweiten Quartal. In ihrem Monatsbericht zur wirtschaftlichen Lage im Mai weist das Wirtschaftsministerium darauf hin, dass sich die Hinweise auf eine deutliche Konjunkturabkühlung verdichten.
Bereits vor wenigen Wochen hatte die Regierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert.
Nur noch Mini-Wachstum erwartet
Demnach wird für 2026 nur noch ein geringes Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent erwartet. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte, die Eskalation im Nahen Osten habe die deutsche Wirtschaft ebenso wie viele andere Volkswirtschaften spürbar belastet. Vor allem steigende Energie- und Rohstoffpreise infolge des Iran-Kriegs setzten Unternehmen und Verbraucher unter Druck.
Zu Beginn des Jahres hatte sich die deutsche Wirtschaft zunächst robuster gezeigt als prognostiziert. Nach Angaben des Statistisches Bundesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent.
Hohe Preise und Unsicherheit belasten Unternehmen
Inzwischen mehren sich jedoch die Warnzeichen. Laut Wirtschaftsministerium sorgen höhere Preise, Probleme in den Lieferketten und die anhaltende Unsicherheit für eine schlechte Stimmung bei Unternehmen und privaten Haushalten. Zudem rechnen Experten weiterhin mit starken Schwankungen an den Energie‑, Rohstoff- und Finanzmärkten.
Auswirkungen könnten lange spürbar bleiben
Wie sich die Wirtschaft in den kommenden Monaten entwickelt, hängt maßgeblich davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauert und in welchem Ausmaß Handelswege sowie Produktionskapazitäten beeinträchtigt bleiben.
Selbst bei einer Entspannung der Lage dürften die Auswirkungen auf Energiepreise, Rohstoffe und Lieferketten noch längere Zeit spürbar bleiben.
Stimmung in der Wirtschaft verschlechtert sich — auch im Harz
Auch die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich verschlechtert. Viele Unternehmen sorgen sich vor weiter steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe sowie vor zunehmenden Belastungen in den internationalen Lieferketten.
Auch die Konjunktur im Harz leidet zunehmend unter den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts. Vor allem steigende Energiepreise, höhere Transportkosten und unsichere Lieferketten belasten Unternehmen in Industrie, Tourismus und Handwerk.
Viele Betriebe im Harz müssen ihre Ausgaben senken oder Investitionen verschieben. Gleichzeitig halten sich Verbraucher wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten beim Konsum zurück. Dadurch schwächt sich die regionale Wirtschaft spürbar ab und die Sorge vor einer längeren wirtschaftlichen Krise wächst.
































