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Inter­view mit Julia Wirth vom Wich­tel­zau­ber & Zau­ber­gar­ten

Wenn Kräuter flüstern und See­len zur Ruhe kom­men: Der Zau­ber­gar­ten von Hal­ber­stadt

Hal­ber­stadt. (Ron) Wer die Tür zum Zau­ber­gar­ten in Hal­ber­stadt öffnet, betritt kei­nen gewöhnli­chen Laden. Es ist eher ein Übergang. Draußen bleibt der Lärm des All­tags zurück, drin­nen brei­tet sich eine lei­se, war­me Ruhe aus. Düfte von Kräutern lie­gen in der Luft, Tee mischt sich mit äthe­ri­schen Ölen, und irgend­wo zwi­schen Rega­len, Mas­sa­ge­lie­ge und Gesprächen ent­steht etwas, das man schwer grei­fen kann. Viel­leicht ist es genau das, was Julia Wirth meint, wenn sie vom Zau­ber spricht.

Vom Wald­spa­zier­gang zur Beru­fung

Julia Wirth ist kei­ne, die ihren Weg akri­bisch geplant hat. Er hat sich viel­mehr erge­ben, Schritt für Schritt, Blatt für Blatt. Auf­ge­wach­sen in Hal­ber­stadt, begann sie ihr Berufs­le­ben als Erzie­he­rin. Schon damals spiel­te Natur eine Rol­le, doch erst Jah­re später soll­te sie zum Mit­tel­punkt wer­den. Spa­ziergänge mit ihrem Mann und dem Hund führten sie immer tie­fer in Wälder und Wie­sen, beglei­tet von einer wach­sen­den Neu­gier: Was wächst hier eigent­lich alles? Wel­che Kräfte ste­cken in den Pflan­zen am Weges­rand?

Der ent­schei­den­de Wen­de­punkt kam mit einer star­ken Heu­schnup­fen­all­er­gie während ihrer Schwan­ger­schaft. Medi­ka­men­te fie­len weg, Alter­na­ti­ven muss­ten her. Julia begann zu lesen, zu recher­chie­ren, expe­ri­men­tier­te zunächst mit äthe­ri­schen Ölen und lan­de­te schließ­lich bei den Kräutern. Sie hat sogar ein Buch geschrie­ben und Ihr Wis­sen ver­ewigt. Aus einem Buch wur­den zwei, aus Inter­es­se wur­de Lei­den­schaft, aus Lei­den­schaft eine fun­dier­te Aus­bil­dung. Heu­te arbei­tet sie noch immer in der Berufs­ori­en­tie­rung, doch par­al­lel hat sie sich mit dem Zau­ber­gar­ten und der Mar­ke Wich­tel­zau­ber einen Her­zens­raum geschaf­fen.

Wich­tel­zau­ber und Zau­ber­gar­ten: Zwei Wel­ten, eine Idee

Wich­tel­zau­ber war zuerst da. Unter die­sem Namen ent­ste­hen selbst gemisch­te Tees und Gewürze, sorg­fältig zusam­men­ge­stellt und tief ver­wur­zelt im Wis­sen um die Wir­kung der Pflan­zen. Der Zau­ber­gar­ten folg­te als logi­sche Erwei­te­rung. Er ist Laden, Rückzugs­ort und Erleb­nis­raum zugleich. Julia war wich­tig, dass Men­schen hier ankom­men dürfen. So wie man sich in einem Gar­ten ent­spannt, soll auch der Zau­ber­gar­ten wir­ken. Wer ein­tritt, darf los­las­sen.

Das Ange­bot ist so vielfältig wie die Natur selbst. Kräuter­mas­sa­gen, Ener­gie­ar­beit, Kar­ten­le­gen, Work­shops, Kur­se und Kräuter­wan­de­run­gen gehören eben­so dazu wie Gespräche, die oft tie­fer gehen als geplant. Vie­le Besu­cher kom­men aus Neu­gier. Sie gehen mit etwas ganz ande­rem wie­der hin­aus.

Berührung, die tie­fer geht

Beson­ders die Kräuter­mas­sa­gen sor­gen bei vie­len zunächst für Über­ra­schung. Sie unter­schei­den sich bewusst von klas­si­schen Mas­sa­gen. Julia arbei­tet mit den Händen, mit Edel­stei­nen, mit Kräutern und äthe­ri­schen Ölen. Jeder Ter­min beginnt mit einem Gespräch, denn kei­ne Mas­sa­ge gleicht der ande­ren. Der Körper gibt den Ton an, der aktu­el­le Zustand ent­schei­det über Grif­fe, Inten­sität und ver­wen­de­te Pflan­zen.

Das Feed­back ist lei­se, fast andächtig. Direkt nach der Mas­sa­ge feh­len oft die Wor­te. Später berich­ten vie­le von einem Gefühl tie­fer Ent­span­nung, von Klar­heit, von einem ganz ande­ren Körper­be­wusst­sein. Nicht bes­ser im Sin­ne von stärker, son­dern anders. Und genau das ist gewollt.

Wis­sen bewah­ren und wei­ter­ge­ben

Julia Wirth geht es nicht nur um Anwen­dun­gen, son­dern um Wis­sen. Um altes Wis­sen, das droht ver­lo­ren zu gehen. In ihren Kur­sen und Kräuter­wan­de­run­gen ver­mit­telt sie Grund­la­gen, Zusam­menhänge und prak­ti­sche Anwen­dun­gen. Ob im Laden, im Kräuter­gar­ten am Klos­ter oder auf Wan­de­run­gen durch Wälder rund um Hal­ber­stadt, immer geht es dar­um, Pflan­zen mit ande­ren Augen zu sehen.

Holun­der, Johan­nis­kraut und Bei­fuß gehören zu ihren persönli­chen Favo­ri­ten. Pflan­zen mit Geschich­te, mit Kraft und mit erstaun­lich viel­sei­ti­gen Ein­satzmöglich­kei­ten. Die­ses Wis­sen teilt sie mit spürba­rer Begeis­te­rung, ohne zu über­for­dern. Nie­mand soll alles auf ein­mal ler­nen, son­dern das mit­neh­men, was hängen bleibt.

Der Zau­ber, der bleibt

Wenn Besu­cher den Zau­ber­gar­ten ver­las­sen, tra­gen sie oft mehr mit sich als Tee oder Tink­tu­ren. Es ist ein Gefühl. Ruhe. Erdung. Ein klei­nes Stück Zau­ber, das im All­tag nach­wirkt. Vie­le kom­men wie­der, man­che regel­mä­ßig, ande­re zu beson­de­ren Zei­ten wie den Rauhnächten, wenn Kar­ten gelegt und Jah­res­ener­gien betrach­tet wer­den.

Und wenn Julia Wirth ein­mal wirk­lich zau­bern könnte? Dann würde sie mit dem Besen über Hal­ber­stadt flie­gen, über den Dom­platz, viel­leicht win­kend von oben. Ein augen­zwin­kern­der Wunsch, der gut passt. Denn auch ohne Besen hat sie etwas geschaf­fen, das die Stadt berei­chert. Einen Ort, an dem Kräuter spre­chen dürfen und Men­schen wie­der zuhören ler­nen.

Logo Zaubergarten 1

Julia Wirth
Wich­tel­zau­ber & Zau­ber­gar­ten
Voig­tei 8, 38820 Hal­ber­stadt

Tel.: 0157 5038077
Email: wichtelkraeuter@gmail.com
Web­site: https://www.wichtelzauber-kraeuter.de

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