Der Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz hat im senegalesischen Kaolack eine neue Trinkwasseranlage am Bildungszentrum der AKS-Stiftung offiziell eingeweiht. Ziel des Projekts ist es, die Kinder der Einrichtung dauerhaft mit sauberem und salzarmem Trinkwasser zu versorgen.
Ausgangspunkt: Gesundheitliche Folgen durch salzhaltiges Wasser
Auf das Problem wurde der Club durch die Zahnärztin Dr. Herpe aufmerksam. Viele Kinder aus einkommensschwachen Familien in Kaolack trinken stark salzhaltiges Wasser, was unter anderem zu bleibenden braunen Verfärbungen der Zähne führt. Initiator Mathias J. Melzer betont, dass Rotary diesem Missstand gezielt entgegenwirken wollte.
Internationale Zusammenarbeit als Global Grant
Das Vorhaben wurde als Rotary Global Grant umgesetzt. Projektpartner sind der Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz und der Rotary Club Dakar Point‑E Valeurs d’Afrique. Unterstützung kam zudem von der EDF-Stiftung aus Osterode, die als Schwesterstiftung der AKS in Kaolack wirkt. Sie hat in den vergangenen Jahren maßgeblich am Aufbau des Bildungskomplexes mitgewirkt.
Mit der Inbetriebnahme der Anlage ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das AKS-Bildungszentrum wird nun zuverlässig mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser versorgt. Auch der deutsche Botschafter überzeugte sich vor Ort von der Funktionsfähigkeit der technischen Anlagen.
Brunnenvertiefung, Entsalzung und Solarenergie
Kern des Projekts ist die Aufbereitung des Wassers durch Filtration und Entsalzung. Insgesamt wurden mehr als 60.000 Euro investiert. Damit konnte unter anderem der vorhandene Brunnen deutlich vertieft werden. Zusätzlich wurden eine Solaranlage mit Speichersystemen sowie Pumpen und Filtertechnik installiert, um einen autarken und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten.
Langfristige Tragfähigkeit im Blick
Das aufbereitete Trinkwasser steht Schule und Kindergarten am AKS-Bildungszentrum kostenfrei zur Verfügung. Damit soll nicht nur die Gesundheit der Kinder gestärkt, sondern auch ihre Bildungschancen verbessert werden.
Gleichzeitig legen die Projektverantwortlichen Wert auf eine nachhaltige Finanzierung. Betrieb und Wartung sollen dauerhaft vor Ort organisiert werden. Geplant ist, überschüssig aufbereitetes Wasser in geordnetem Rahmen kostengünstig zu verkaufen, um Einnahmen für Instandhaltung und laufende Kosten zu erzielen. Mögliche Überschüsse kommen der AKS zugute, die kein Schulgeld erhebt, obwohl die Gehälter der Lehrkräfte und Erzieherinnen überwiegend durch Spenden von AKS und EDF getragen werden.
Mathias J. Melzer unterstreicht, dass es nicht nur um die Einweihung der Anlage gehe, sondern um einen langfristig funktionierenden Betrieb. Sauberes Trinkwasser sei ein Grundpfeiler für Gesundheit und Chancengleichheit.
Die Projektbeteiligten dankten den Verantwortlichen der AKS- und der EDF-Stiftung sowie allen Unterstützern. Ein besonderer Dank galt Tobias Rusteberg, dessen zeitgleich stattfindender Schüleraustausch des TRG Osterode mit dem Gymnasium in Kaolack die Reise zur AKS-Bildungseinrichtung und damit die offizielle Projekteröffnung vor Ort ermöglichte.































