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Ille­ga­le Müll­ab­la­ge­rung belas­tet Tafel in Bad Sach­sa erneut

Tafel in Bad Sach­sa erneut von ille­ga­ler Müll­ent­sor­gung betrof­fen

Erneut haben bis­lang unbe­kann­te Per­so­nen ihren pri­va­ten Abfall unter dem Vor­wand einer Spen­de vor den Räu­men der Tafel in Bad Sach­sa abge­la­den. Was auf den ers­ten Blick wie eine gut gemein­te Unter­stüt­zung erschei­nen könn­te, ent­puppt sich bei genaue­rer Betrach­tung als uner­laub­te Müll­ent­sor­gung – mit erheb­li­chen Fol­gen für den ehren­amt­lich geführ­ten Ver­ein.

Die Tafel in Bad Sach­sa über­nimmt eine wich­ti­ge gesell­schaft­li­che Auf­ga­be. Sie als Abla­ge­ort für Müll zu miss­brau­chen, bedeu­tet nicht nur Respekt­lo­sig­keit gegen­über den Ehren­amt­li­chen, son­dern benach­tei­ligt unmit­tel­bar die Men­schen, die auf die­se Hil­fe ange­wie­sen sind.

Wie­der­keh­ren­des Pro­blem: Abfall statt Unter­stüt­zung

Als die Hel­fe­rin­nen und Hel­fer der Tafel in Bad Sach­sa ihren Dienst antra­ten, bot sich ihnen aber­mals ein uner­freu­li­ches Bild: Vor dem Gebäu­de türm­ten sich Müll­ber­ge. Es ist nicht das ers­te Mal, dass der Stand­ort im Harz zweck­ent­frem­det und als prak­ti­sche Ent­sor­gungs­stel­le miss­braucht wird.

Dabei han­delt es sich kei­nes­wegs um brauch­ba­re Sach- oder Lebens­mit­tel­spen­den. Statt­des­sen sto­ßen die Ehren­amt­li­chen regel­mä­ßig auf stark ver­schmutz­te und unbrauch­ba­re Klei­dung, kaput­te Elek­tro­ge­rä­te und sons­ti­gen Elek­tro­schrott, aber auch gewöhn­li­chen Haus­müll, der ord­nungs­ge­mäß über die Rest­müll­ton­ne ent­sorgt wer­den müss­te.

Tafel wird durch ille­ga­le Müll­ent­sor­gung stark belas­tet

Vie­len ist offen­bar nicht bewusst, wel­che Aus­wir­kun­gen die­ses Ver­hal­ten hat. Die Tafel arbei­tet gemein­nüt­zig und finan­ziert sich durch Spen­den. Jede uner­laub­te Müll­ab­la­ge­rung führt zu zusätz­li­chem Auf­wand und unnö­ti­gen Kos­ten. Für die fach­ge­rech­te Ent­sor­gung muss der Ver­ein häu­fig selbst auf­kom­men – Mit­tel, die eigent­lich für Lebens­mit­tel­an­käu­fe oder Trans­port­kos­ten vor­ge­se­hen sind.

Statt sich der Ver­sor­gung Bedürf­ti­ger zu wid­men, ver­brin­gen die Frei­wil­li­gen Stun­den mit dem Sor­tie­ren und Besei­ti­gen des Abfalls. Offen abge­stell­ter Müll kann Schäd­lin­ge anzie­hen und gefähr­det die Sau­ber­keit der gela­ger­ten Lebens­mit­tel.

Ein wich­ti­ger Appell: Gute Absich­ten rei­chen nicht aus. Wer die Tafel unter­stüt­zen möch­te, soll­te Spen­den aus­schließ­lich zu den regu­lä­ren Öff­nungs­zei­ten und idea­ler­wei­se nach vor­he­ri­ger Abstim­mung über­ge­ben.

Recht­li­che Fol­gen sind bei Umwelt­ge­fähr­dung mög­lich

Die Stadt Bad Sach­sa sowie die Poli­zei machen deut­lich, dass das uner­laub­te Abla­gern von Müll im öffent­li­chen Raum oder auf pri­va­ten Flä­chen eine Ord­nungs­wid­rig­keit dar­stellt. Je nach Aus­maß dro­hen emp­find­li­che Buß­gel­der; bei Umwelt­ge­fähr­dun­gen kön­nen sogar straf­recht­li­che Schrit­te ein­ge­lei­tet wer­den.

Die Ver­ant­wort­li­chen prü­fen daher, ob zusätz­li­che Kon­trol­len oder gege­be­nen­falls eine Video­über­wa­chung not­wen­dig sind, um wei­te­re Vor­fäl­le zu ver­hin­dern.

Bür­ger kön­nen auf ver­schie­de­ne Art sinn­voll hel­fen

Wer die Men­schen in Bad Sach­sa und der Umge­bung tat­säch­lich unter­stüt­zen möch­te, kann dies auf unter­schied­li­chen Wegen tun. Geld­spen­den sind immer will­kom­men, um lau­fen­de Kos­ten wie Mie­te, Ener­gie oder Kraft­stoff zu decken. Die Tafel hofft zu dem auch stär­ke­res

ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment, weil hel­fen­de Hän­de drin­gend gebraucht wer­den. Auch Sach­spen­den wie Nudeln, Kon­ser­ven oder Kaf­fee wird von der Tafel ger­ne ange­nom­men.

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