Die Hochschule Harz erhält 732.256 Euro für die Erforschung thermoelektrischer Generatoren. Wissenschaftsminister Armin Willingmann überreichte den Förderbescheid für das Projekt Theresa im Rahmen seiner Sommertour Energie&Innovation.
Das Forschungsprojekt Theresa – Thermoelektrische regenerative Stromautarkie untersucht, wie bislang ungenutzte Temperaturunterschiede in elektrische Energie umgewandelt werden können. Nach Angaben des Ministers soll die Forschung neue Energiequellen erschließen und den Wissenschafts- und Innovationsstandort Sachsen-Anhalt stärken.
Neue Materialien und Anwendungen
Die Hochschule will neue thermoelektrische Materialien entwickeln und leistungsfähige elektronische Systeme konzipieren. Zudem sollen verschiedene Einsatzmöglichkeiten untersucht werden, darunter Gebäudefassaden, technische Anlagen und Schächte.
Geplant ist außerdem, die Technologie mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen zu kombinieren. Dadurch könnte deren Effizienz weiter gesteigert werden.
Thermoelektrische Generatoren erzeugen Strom aus Temperaturdifferenzen. Das Projekt soll dazu beitragen, CO₂-neutrale und energieeffiziente Technologien weiterzuentwickeln und neue Anwendungsfelder zu erschließen. Gleichzeitig stärkt es die Bereiche Energieforschung, Materialwissenschaften und nachhaltige Technologien an der Hochschule Harz.
85 Millionen Euro für Forschungsprojekte
Die Förderung erfolgt über das Programm Sachsen-Anhalt Wissenschaft STEP. Das Wissenschaftsministerium stellt dafür insgesamt 85 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereit.
Mehr als 200 Projektanträge wurden eingereicht. 73 Vorhaben erhielten eine Bewilligung. Das Programm unterstützt Forschung in Zukunftsfeldern wie Energietechnik, Digitalisierung und Materialwissenschaften. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen dadurch schneller in wirtschaftliche Anwendungen überführt werden.
Foto: MWU































