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His­to­ri­sches Bahn­hofs­ge­bäu­de in Alexis­bad erhält neue Per­spek­ti­ve

Die Har­zer Schmal­spur­bah­nen GmbH (HSB) hat am 21. Janu­ar 2026 die Gebäu­de des Bahn­hofs Alexis­bad offi­zi­ell an den neu­en Eigen­tü­mer Mar­kus Her­cher über­ge­ben. Der Har­zer Unter­neh­mer plant eine umfas­sen­de Sanie­rung des Ensem­bles und möch­te dem tra­di­ti­ons­rei­chen Stand­ort im Sel­ke­tal eine neue Per­spek­ti­ve geben.

Zum ver­kauf­ten Are­al gehö­ren das his­to­ri­sche Emp­fangs­ge­bäu­de, ein höl­zer­ner Anbau – einst Stand­ort der Bahn­hofs­gast­stät­te – sowie ein ehe­ma­li­ger Güter­schup­pen. HSB-Geschäfts­füh­re­rin Kat­rin Mül­ler über­gab das Ensem­ble vor Ort und begrüß­te den neu­en Besit­zer gemein­sam mit Harz­ge­ro­des Bür­ger­meis­ter Mar­cus Wei­se.

Her­cher, über­re­gio­nal bekannt als Agrar­in­ves­tor und Auto­haus­be­trei­ber, kün­dig­te an, das Gebäu­de­en­sem­ble künf­tig gas­tro­no­misch zu nut­zen. Damit soll der Bahn­hof nicht nur erhal­ten, son­dern auch wie­der stär­ker in das tou­ris­ti­sche Leben der Regi­on ein­ge­bun­den wer­den.

Lan­ge Geschich­te, neu­er Anfang

Der Bahn­hof wur­de 1888 im Zuge der Eröff­nung der Stre­cke Mägdesprung–Alexisbad in Betrieb genom­men. Nach dem Aus­bau zur Abzweig­sta­ti­on Rich­tung Stie­ge und Has­sel­fel­de gewann Alexis­bad über Jahr­zehn­te an Bedeu­tung als Kreu­zungs­bahn­hof im Sel­ke­tal. Das Emp­fangs­ge­bäu­de stammt aus jener Zeit. Bis 1905 bestand sogar ein eige­ner Lok­schup­pen. Auch Rück­schlä­ge präg­ten die Geschich­te, etwa das Hoch­was­ser im April 1994, das erheb­li­che Schä­den ver­ur­sach­te.

Die HSB hat­te ihre Ver­kaufs­stel­le im Gebäu­de bereits 2014 geschlos­sen. Um den bau­li­chen Erhalt zu sichern, wur­de in den Fol­ge­jah­ren unter ande­rem das Dach saniert. Mit der heu­ti­gen Über­ga­be beginnt nun ein neu­es Kapi­tel – ver­bun­den mit der Hoff­nung auf eine nach­hal­ti­ge Nut­zung und Bele­bung des Bahn­hofs­stand­orts.

Foto: Dirk Bahn­sen (HSB)

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