Zum 30-jährigen Bestehen des Vereins „Kaiserfrühling Quedlinburg“ erinnert eine Ausstellung in der Kulturkirche St. Blasii an die Geschichte des Vereins und an die Bedeutung Quedlinburgs im 10. und 11. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen Bildmaterial und Szenen aus drei Jahrzehnten Vereinsarbeit, in denen der Historienverein die Zeit Heinrichs I. und Ottos I. in Theaterszenen und Prozessionen lebendig werden lässt.
Die Ausstellung wird am 1. April um 17 Uhr eröffnet. Zur Eröffnung wollen die Vereinsmitglieder in historischen Gewandungen die Gäste begrüßen. Zudem sollen Ausschnitte aus der aktuellen Inszenierung „Heinrichs letzte Entscheidung“ gezeigt werden. Darüber hinaus sind Einblicke in die Arbeit und Entwicklung des Vereins geplant.
Die Ausstellung ist bis Ende Juni in der Kulturkirche St. Blasii zu sehen. Geöffnet ist sie von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Vortrag über die Königslandschaft unter Otto I.
Ein weiterer Programmpunkt des Jubiläums ist ein Vortrag des Historikers Dr. Thomas Dahms am 15. April um 17 Uhr. Unter dem Titel „Die Königslandschaft unter Otto I.“ beleuchtet er die Bedeutung des Harzraums in der Zeit der ottonischen Herrscher. Dabei soll Quedlinburg als einer der prägenden Orte Ottos des Großen im Mittelpunkt stehen.
Nach Angaben des Vereins richtet sich der Vortrag an ein breites Publikum. Angesprochen sind sowohl Schülerinnen und Schüler als auch historisch Interessierte mit oder ohne Vorkenntnisse. Im Anschluss ist eine Fragerunde vorgesehen. Außerdem werden historische Comics von Dr. Dahms an einem Büchertisch angeboten.
Verein bringt Geschichte auf die Bühne
Der Verein „Kaiserfrühling Quedlinburg“ macht seit 30 Jahren mit Historienspielen die Zeit des 10. und 11. Jahrhunderts erlebbar. Im Zentrum stehen dabei Figuren wie König Heinrich, Mathilde, Otto I. und Editha. Die Inszenierungen entstehen auf Grundlage historischer Recherchen, verbinden aber bewusst historische Genauigkeit mit künstlerischer Freiheit.
Gespielt wird häufig am Finkenherd, einem geschichtsträchtigen Ort in Quedlinburg. Dort verwandeln die Mitwirkenden den Platz mit Königstafel, Wachen und Schwertkämpfen für kurze Zeit in eine Szenerie des Mittelalters. Zum Ensemble gehören bis zu 25 Mitspielerinnen und Mitspieler. Auch Betreute der Lebenshilfe sind seit Jahren fester Bestandteil der Gruppe.
Der Verein wird nach eigenen Angaben von der Stadt Quedlinburg unterstützt und gehört seit langem zum kulturellen Leben der Welterbestadt.






























